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Feuer 1988
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Feuerplan |
Entwicklung der Feuerverwaltung
Die Unterdrückung des Feuers begann mit der
Ankunft der US Armee, die den Schutz des Parks im Jahr 1886 übernahm.
Die Armee, die im Yellowstone bis 1918 tätig war, löschte einige Feuer
erfolgreich, aber es ist schwierig zu bestimmen, welchen Einfluss ihre
Anstrengung auf die Häufigkeit der Feuer oder deren Ausdehnung hatte.
Die Unterdrückung der Feuer durch sie war am effektivsten auf dem
Grasland des nördlichen Bereichs. Zuverlässige und beständige
Feuerunterdrückung begann im Park, als luftgestützte Feuerlöschtechniken
nach dem Zweiten Weltkrieg verfügbar waren.
1972 war der Yellowstone einer der verschiedenen
Nationalparks, die ein Programm auflegten, damit einige natürliche Feuer
ihren Weg gehen konnten. Zwei Bereiche des Hinterlands (137593 Hektar)
wurden festgelegt, wo natürliche Feuer brennen durften.
1975 wurde nach dem anfänglichen Erfolg des
Programms, eine Umwelteinschätzung (engl. environmental assessment – EA)
aufgelegt, um das Programm auf 687966 Hektar im Park ausgedehnt. Es
wurde Anfang 1976 bestätigt. Kurz danach traten der
Yellowstone-Nationalpark und der Bridger-Teton National Forest diesem
Gemeinschaftsprojekt bei, die natürlich verursachten Feuer erlaubt, in
der Teton-Wildnis über die Grenzen hinweg zwischen zwei Bundeseinheiten
zu brennen.
Der Feuerverwaltungsplan des Yellowstones wurde
schrittweise überarbeitet und aktualisiert, entsprechend den Richtlinien
des National Park Services und neuer
Informationen der Forschung, wie:
- Zehntausende Blitzeinschläge zündeten kein
Feuer.
- 140, durch Blitzeinschläge verursachte Feuer brannten nur in kleinen
Bereichen.
- Über 80 Prozent der durch Blitzeinschläge
entzündeten Feuer, erlöschten von
selbst.
- Über 13830 Hektar verbrannten im Park durch natürliche Feuer.
- Das größte, natürliche Feuer verbrannte 2994 Hektar (vor diesem
Programm war das größte natürliche Feuer in der Parkgeschichte im Jahr
1931 beim Heart Lake, wo etwa 7284 Hektar verbrannten).
- Während dieser Feuer starb kein Mensch und es wurden keinen schweren
Verletzungen von Menschen während dieser Feuer bekannt.
- Keine der Parkbauwerke oder
Sehenswürdigkeiten wurden
beeinflusst.
1985 waren alle Einheiten des größeren
Yellowstones den gemeinschaftlichen Vereinbarungen beigetreten, die
natürlichen Feuern erlaubte, über die Grenzen hinwegzubrennen.
Eine Bereinigung des Feuerplans begann Ende 1986
und war in der Endstufe der Verabschiedung im Frühjahr 1988. Die Ziele
des Plans:
- Durch Blitzeinschläge verursachte Feuer
dürfen unter natürlichen Bedingungen brennen.
- Verhindert, dass Großbrände menschliches Leben, Eigentum, historische
und kulturelle Plätze, spezielle natürliche Besonderheiten oder
gefährdete oder bedrohte Tierarten zerstört.
- Von Menschen verursachte Feuer werden in einer sicheren,
kosteneffizienten und in einer umweltverträglichen Weise unterdrückt
(und jedes natürliche Feuer, dessen Unterdrückung als notwendig erachtet
wird).
- Brände anzuordnen, wann und wo sie notwendig und praktikabel sind, um
die gefährlichen Brennstoffe zu reduzieren.
Der Plan wurde nach den Feuern von 1988 erneut
überprüft (siehe nächster Absatz), als die Minister des Innen-
und Landwirtschaftsministeriums in das „Fire Management Policy Review
Team“ berufen wurden. Sein Schlussbericht vom Mai 1989 bestätigt
nochmals die Grundzüge der natürlichen Feuer-Strategie in den
Nationalparks und Wildnisbereichen und schlugen 15 Empfehlungen zur
Verbesserung der staatlichen Feuerverwaltungsprogramme. Diese
Empfehlungen wurden vereinigt in die Richtlinie der
Wildland-Feuerverwaltungs-Strategie des National Park Services, die in
Juni 1990 überarbeitet und in den Feuerverwaltungsplan des
Yellowstone-Nationalparks von 1992 integriert wurde.
Der nationale Feuerverwaltungsplan wird nach
jeder bedeutenden Feuersaison weiter überarbeitet. Zum Beispiel wurde eine
bedeutende Überarbeitung der staatlichen Strategien und Programme nach
der Feuersaison des Jahres 1994 durchgeführt, als 34 Menschen im Westen
der Vereinigten Staaten getötet wurden (jedoch keine im Yellowstone).
Diese Überarbeitung, in 1995 fertig gestellt, weist die staatlichen
Stellen an, dass ein Gleichgewicht zwischen der Unterdrückung und dem Schutz
von Leben, Eigentum und Ressourcen erreicht werden soll und die
„Feuerverwendung“ (ein neuer Begriff für Feuer, die die vorher
beschriebenen natürlichen Feuer ersetzen) um die Brennstoffe zu
regulieren und ein gesundes Ökosystem zu erhalten. Der Bericht gibt neun
Leitsätze und 13 Strategien, die in die Aktionen der
Wildland-Feuerverwaltung eingebaut werden sollen. Die Strategien
umfassen:
- Feuerwehrmänner und öffentliche Sicherheit haben
die erste Priorität.
- Feuer im Wildland sind ein wesentlicher ökologischer Prozess und ein
natürliches Änderungsmittel und wird in die Planungsprozesse eingebaut.
Diese Prinzipien und Leitsätze wurden in die
Aktivitäten des Wildland-Feuermanagements für die Feuersaison ab dem
Jahre 1996 eingebaut.
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