www.wissen-im-Netz.infoWolfram von Eschenbach - Biografie |
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Homepage Literatur Eschenbach Biografie 1. Wolframs Heimat 2. Stand 3. Vermögen 4. Wolfram u. Walther 5. W. Nachbarschaft 6. Eheliches Leben 7. Wolframs Werke 8. W. und Gottfried 9. Kiot 10. Flegetanis 11. Mythos vom Gral 12. Deutung 13. Anklänge Mythen 14. Chronik Anjou 15. Parzivals Abent. 16. Parzival Peridur 17. Kritik Mabinogi 18. Ursprung Fortb. 19. Templerorden 20. Loherangrin 21. Klinschor 22. Priester Johannes 23. Verchristlichung 24. Jüngere Titurel 25. Albrecht und Kiot Anmerkungen |
1. Wolframs HeimatVon den Lebensumständen des Dichters, den ich der Gunst der späten Enkel empfehle, hat uns die Sorglosigkeit seiner Zeitgenossen nichts Zuverlassiges gemeldet, hat uns die Sorglosigkeit seiner Zeitgenossen nichts Zuverlässiges gemeldet, und nur wenig Aufschluss geben darüber seine Werke. Da er sich selber (121, 7) einen Bayern nennt, so kann er dem schweizerischen Geschlecht derer von Eschenbach, das durch K. Albrechts Ermordung befleckt und fast ausgerottet wurde, nicht angehört haben, vielmehr scheint das nordgauische, bei Ansbach gelegene, Schloss und Städtchen Eschenbach der Stammsitz seiner Ahnen. Dafür spricht außer der Nähe von Pleienfelden, nach dem er im jüngern Titurel und bei Püttrich von Reicherzhausen "von Eschenbach und Pleienfelden" heißt, auch die der meisten deutschen Ortschaften, deren Wolfram gedenkt, und die es von allen Seiten so umgeben, dass es gleichsam den Mittelpunkt seines Horizontes bildet. Auch stimmt das Wappen, das ihm das Bild in der sog. Manessischen Sammlung beilegt, zwei weiße, mit dem Rücken gegeneinander gekehrte, Messer im roten Felde, mit dem der bayerischen Eschenbache, drei silberne Messer im roten Felde, in der Hauptsache überein. Bedecken erregt hierbei nur die Angabe Püttrichs, der, Wolframs Grab aufzusuchen, zwanzig Meilen weit nach der Frauenkirche in dem damaligen Marktflecken Eschenbach geritten sein will: Dass er einen Hafen (Topf) im Schilde und auf dem Helme geführt habe. Da die Frauenkirche zu Eschenbach seitdem völlig umgebaut worden und keine Spur des Grabmals mehr vorhanden ist, so lässt sich nicht mehr ausmitteln, ob etwa Püttrich, wie man vermutet hat, und wie bei seiner verderbten Schreibweise nicht ganz unmöglich wäre, statt eines Hafens einen Affen gesehen hat, welchen wirklich die oberpfälzischen Eschenbache als Helmzierde führten. Wir mögen uns nicht auf das Feld der Vermutungen begeben, sonst läge es nahe, in dem urkundlichen Wappen Wolframs und der bayerischen Eschenbache die silbernen Messer Trebüchets, deren im Parzival gedacht wird, wieder zu finden, und das von Püttrich beschriebene Schild- und Helmzeichen für das alte Wappen seines Geschlechtes zu erklären. |
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Jürgen Kühnle
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