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Wolfram von Eschenbach - Biografie

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            22. Priester Johannes
            23. Verchristlichung
            24. Jüngere Titurel
            25. Albrecht und Kiot
            Anmerkungen

2. Stand

Dass er Ritter war und schon von Geburt Anspruch auf diese persönliche Würde hatte, beweist außer dem Wort "Herr", den wir seinem Namen immer vorgesetzt finden, das schon erwähnte Manessische Bild, welches Hr. von der Hagen folgendermaßen beschreibt: "Ganz im Ringpanzer, darüber den Wappenrock mit umgegürtetem Schwerte, das Haupt im geschlossenen Helm, den Schild in der Linken, die Lanze in der Rechten, steht Wolfram vor seinem, auf tief herabhängender Decke (Kovertüre) gesattelten und gezäumten, zur Hälfte rechts herein schreitenden Rosse, welches ein neben ihm stehender Knabe (Garzon) in einfachem Gewande am Zaume hält und an den Nüstern streichelt: So erscheint es, als wollte der Ritter eben zum Kampf auf Schimpf oder Ernst aufsitzen;" endlich er selbst (115, 11):

"Zu Schildesamt bin ich geboren:
Sind Kraft und Mut an mir verloren -
Die mich um Sang will minnen,
Dünkt mich nicht bei klugen sinnen.
Trag ich edler Frau Begehr,
Vermag ich nicht mit Schild und Speer
Zu erwerben ihrer Minne Sold,
So sei sie mir mit Nichten hold.
Es ist doch hoch genug gespielt
Wer mit Ritterschaft nach Minne zielt."

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