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Wolfram von Eschenbach - Biografie

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         Biografie
            1. Wolframs Heimat
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            20. Loherangrin
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            22. Priester Johannes
            23. Verchristlichung
            24. Jüngere Titurel
            25. Albrecht und Kiot
            Anmerkungen

6. Eheliches Leben

Wolfram von Eschenbach scheint kein eheloses Leben geführt zu haben. Schon in einem Liede, das wir gleich kennen lernen werden, zieht er die Sicherheit der ehelichen Liebe jener verstohlenen Minne vor, die mit Gefahr des Lebens und der Ehre zur Geliebten schleicht; im Parzival (743, 21) spricht er mit Rührung von dem Glück, das mit rechter Keuschheit erworbene Kinder dem Manne gewähren; im Titurel würde Strophe 18:

Zur rechten Zeit gewährte
   sein Weib ihn eines Kindes.
Dass mich Gott erlasse
   in meinem Hause solchen Ingesindes,
Wenn ich es so teuer müsst entgelten!
Behalt ich kluge Sinne,
   so hegt mein Herz solche Wünsche selten.

(Die Mutter starb nämlich in der Geburt) im Munde eines Ehelosen nicht geziemen, und im Willehalm erwähnt der Dichter ausdrücklich der Puppe seines Töchterleins, wie er sich auch schon im Parzival gern mit Kindern, namentlich mit Mädchen und ihren Spielen zu schaffen macht. Ich gestehe sogar, dass ich in der schönen Episode von der kindlichen Obilot die Rede des alten Lippaut, wo er sich darüber tröstet, dass er keinen Sohn und nur zwei Töchter habe, niemals ohne das Gefühl lesen konnte, dass der Dichter hier seinem eigenen Herzen Luft mache. Ein ausdrückliches Zeugnis scheint mir 216, 28 ff., wo der Dichter seines Weibes gedenkt, das er Scheu trage, in so großes Volksgemenge zu bringen.

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