www.wissen-im-Netz.infoWolfram von Eschenbach - Biografie |
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Homepage Literatur Eschenbach Biografie 1. Wolframs Heimat 2. Stand 3. Vermögen 4. Wolfram u. Walther 5. W. Nachbarschaft 6. Eheliches Leben 7. Wolframs Werke 8. W. und Gottfried 9. Kiot 10. Flegetanis 11. Mythos vom Gral 12. Deutung 13. Anklänge Mythen 14. Chronik Anjou 15. Parzivals Abent. 16. Parzival Peridur 17. Kritik Mabinogi 18. Ursprung Fortb. 19. Templerorden 20. Loherangrin 21. Klinschor 22. Priester Johannes 23. Verchristlichung 24. Jüngere Titurel 25. Albrecht und Kiot Anmerkungen |
6. Eheliches LebenWolfram von Eschenbach scheint kein eheloses Leben geführt zu haben. Schon in einem Liede, das wir gleich kennen lernen werden, zieht er die Sicherheit der ehelichen Liebe jener verstohlenen Minne vor, die mit Gefahr des Lebens und der Ehre zur Geliebten schleicht; im Parzival (743, 21) spricht er mit Rührung von dem Glück, das mit rechter Keuschheit erworbene Kinder dem Manne gewähren; im Titurel würde Strophe 18:
(Die Mutter starb nämlich in der Geburt) im Munde eines Ehelosen nicht geziemen, und im Willehalm erwähnt der Dichter ausdrücklich der Puppe seines Töchterleins, wie er sich auch schon im Parzival gern mit Kindern, namentlich mit Mädchen und ihren Spielen zu schaffen macht. Ich gestehe sogar, dass ich in der schönen Episode von der kindlichen Obilot die Rede des alten Lippaut, wo er sich darüber tröstet, dass er keinen Sohn und nur zwei Töchter habe, niemals ohne das Gefühl lesen konnte, dass der Dichter hier seinem eigenen Herzen Luft mache. Ein ausdrückliches Zeugnis scheint mir 216, 28 ff., wo der Dichter seines Weibes gedenkt, das er Scheu trage, in so großes Volksgemenge zu bringen. |
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Jürgen Kühnle
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