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Homepage Literatur Johann Wolfgang von Goethe Briefe Goethe an Schiller Inhaltsverzeichnis Vorwort An König von Bayern Briefe 1794 ... 2. An Schiller 3. An Schiller 4. An Goethe 5. An Schiller 6. An Schiller 7. An Goethe 8. An Schiller 9. An Goethe 10. An Schiller 11. An Goethe 12. An Goethe 13. An Schiller 14. An Schiller 15. An Schiller 16. An Goethe 17. An Goethe 18. An Schiller 19. An Goethe 20. An Schiller ... Briefe 1795 Briefe 1796 Briefe 1797 Briefe 1798 Briefe 1799 Briefe 1800 Briefe 1801 Briefe 1802 Briefe 1803 Briefe 1804 Briefe 1805 Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern Zusammenstellung Band 1 Zusammenstellung Band 2 Register Goethe Register Schiller Register Personen Sach-Register Orts-Register |
11. An GoetheJena den 12. September 1794. Sie haben mir, vom 14ten an, einen Tag zu bestimmen überlassen. Ich werde also, mit Ihrer Erlaubniß, Sonntag Nachmittag bei Ihnen eintreffen, weil ich so wenig als möglich von dem Vergnügen, das Sie mir bereiten, verlieren möchte. Herr v. Humboldt, den Ihre Einladung sehr erfreut, wird mich begleiten, um einige Stunden mit Ihnen zu verleben. Ramdohr war vor einigen Tagen hier, und hat sich wahrscheinlich auch bei Ihnen gemeldet. Wie er mir sagt, schreibt er jetzt an einem Buch über die Liebe, worin bewiesen sein wird, daß reine Liebe nur bei den Griechen statt gefunden habe. Seine Ideen über Schönheit holt er ziemlich tief von unten herauf, denn er ruft dabei den Geschlechtstrieb zu Hülfe. Die englische Iphigenia erfreute mich sehr. So viel ich davon urtheilen kann, paßt diese fremde Kleidung ihr gut an, und man wird lebhaft an die große Verwandtschaft beider Sprachen erinnert. Friedrich Jacobi will mit an den Horen arbeiten, welches unsern Kreis auf eine angenehme Art1) erweitert. Mir ist er ein sehr interessantes Individuum, obgleich ich gestehen muß, daß ich mir seine Producte nicht assimiliren kann. Charis ist hier nirgends zu bekommen, aber eine Abhandlung von Maimon über den Schönheitsbegriff, die lesenswerth ist, weill ich mitbringen. Meine Frau trägt mir auf, Ihnen recht viel freundschaftliches zu sagen. Ich sende ihr die englische Iphigenia, was ihr große Freude machen wird. Schiller |
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