Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
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      Johann Wolfgang von Goethe
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            Goethe an Schiller
               Inhaltsverzeichnis
               Vorwort
               An König von Bayern
               Briefe 1794
               Briefe 1795

                  ...
                  51. An Goethe
                  52. An Schiller
                  53. An Goethe
                  54. An Goethe
                  55. An Schiller
                  56. An Schiller
                  57. An Schiller
                  58. An Goethe
                  59. An Schiller
                  60. An Goethe
                  61. An Schiller
                  62. An Goethe
                  63. An Schiller
                  64. An Goethe
                  65. An Schiller
                  66. An Schiller
                  67. An Schiller
                  68. An Goethe
                  69. An Schiller
                  ...
               Briefe 1796
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               Briefe 1798
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               Briefe 1801
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               Briefe 1803
               Briefe 1804
               Briefe 1805
               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
               Zusammenstellung Band 1
               Zusammenstellung Band 2
               Register Goethe
               Register Schiller
               Register Personen
               Sach-Register
               Orts-Register
              
              

60. An Goethe

   Ich erhielt heute wieder einen Brief, worin mir der alte Antrag von Tübingen mit dem Zusatz erneuert wurde, daß ich von allen öffentlichen Functionen dispensiert sein und völlige Freiheit haben solle, ganz nach meinem Sinn auf die Studirenden zu wirken u. s. f. Ob ich nun gleich meine erste Entschließung nicht geändert habe und auch nicht leicht ändern werde, so haben sich mir doch bei dieser Gelegenheit einige ernsthafte Überlegungen in Rücksicht auf die Zukunft aufgedrungen, welche mich von der Nothwendigkeit überzeugen, mir einige Sicherheit auf den Fall zu verschaffen, daß zunehmende Kränklichkeit an schriftstellerischen Arbeiten mich verhindern sollte. Ich schrieb deßhalb an den Herrn G. R. Voigt, und bat ihn, mir von unserm Herrn eine Versicherung auszuwirken, daß mir in jenem äußersten Fall mein Gehalt verdoppelt werden solle. Wird mir dieses zugesichert, so hoffe ich es so spät als möglich oder nie zu gebrauchen; ich bin aber doch wegen der Zukunft beruhigt, und das ist alles was ich vor der Hand1) verlangen kann.

   Da Sie vielleicht davon sprechen hören und sich nicht gleich darein zu finden gewußt haben möchten, so wollte ich Ihnen in zwei Worten davon Nachricht geben.

   Nächsten Sonntag erwarten wir Sie mit Verlangen. Alles begrüßt Sie.

Sch.

Ü   Þ

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