Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
Homepage
   Literatur
      Johann Wolfgang von Goethe
         Briefe
            Goethe an Schiller
               Inhaltsverzeichnis
               Vorwort
               An König von Bayern
               Briefe 1794
               Briefe 1795

                  ...
                  68. An Goethe
                  69. An Schiller
                  70. An Goethe
                  71. An Schiller
                  72. An Schiller
                  73. An Goethe
                  74. An Schiller
                  75. An Goethe
                  76. An Schiller
                  77. An Goethe
                  78. An Schiller
                  79. An Goethe
                  80. An Schiller
                  81. An Schiller
                  82. An Goethe
                  83. An Schiller
                  84. An Goethe
                  85. An Schiller
                  86. An Goethe
                  ...
               Briefe 1796
               Briefe 1797
               Briefe 1798
               Briefe 1799
               Briefe 1800
               Briefe 1801
               Briefe 1802
               Briefe 1803
               Briefe 1804
               Briefe 1805
               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
               Zusammenstellung Band 1
               Zusammenstellung Band 2
               Register Goethe
               Register Schiller
               Register Personen
               Sach-Register
               Orts-Register
              
              

77. An Goethe

Jena den 19. Juni 1795              

   Hier folgt das Manuscript von Meyern, nebst meinem besten Gruß. Daß ich sobald etwas von ihm zu erwarten habe, ist mir sehr tröstlich. Wenn es ihm indessen bloß an Zeit fehlt, um noch den Mantegna folgen zu lassen, so kann ich ihm diese vielleicht geben, da ich von Freund Fichte einen Aufsatz erwarte, und nun auf die Unterhaltungen sicher rechnen darf. Nächsten Montag kann ich bestimmter wissen, wie ich daran bin.

   Daß Sie meine Erinnerungen das fünfte Buch des Romans betreffend Ihrer Aufmerksamkeit werth achten, freut mich und giebt mir neuen Muth. Ich fühle indessen mit der Liebe, die ich für dieses Werk Ihres Geistes hege, auch alle Eifersucht wegen1) des Eindrucks, den es auf andere macht, und ich möchte mit dem nicht gut Freund sein, der es nicht zu schätzen wüßte.

   Aus welchem Tollhause Sie das vortreffliche Fragment mögen aufgegriffen haben, weiß ich nicht, aber nur ein Verrückter kann so schreiben. Freund Obereit könnte es wohl geschrieben haben, doch zweifle ich daran. Es hat mir vielen Spaß gemacht.

   Gleich geht die Post. Ich freue mich sehr darauf, Sie bald wieder zu sehen.

Sch.

Ü   Þ

© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de