Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
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            Goethe an Schiller
               Inhaltsverzeichnis
               Vorwort
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               Briefe 1794
               Briefe 1795

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                  92. An Schiller
                  93. An Schiller
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               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
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* 101. An Schiller

   Über Ihre Anfrage wegen der Brücke habe ich etwas zu sagen unterlassen, das ich jetzt nachhole. Bei Vicenz ist keine merkwürdige einbogigte1) Brücke. Die zwei daselbst, von Palladio erbaut, sind dreibogigt1). Auch ist mir außer dem Rialto zu2) Venedig keine der Art in jenen Gegenden erinnerlich.

   Außer dem Pater peccavi des litterarischen Sanskülotten ist noch für die Horen ein günstiger Stern erschienen, indem Genz3) vor den Briefen über ästhetische Erziehung große Reverenzen in seiner Monatschrift macht. Das kommt alles zur rechten Zeit und zu überlegen wäre es, ob man nicht vor Ende des Jahrs sich über einiges erklärte und unter die Autoren und Recensenten Hoffnung und Furcht verbreitete?

   Nächstens besuchen wir Sie. Haben Sie die Güte mir das Mährchen zurück zu schicken, es soll vollendet zurückkehren. Leben Sie recht wohl.

   Weimar den 16. September 1795.

G.

Ü   Þ

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