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               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
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170. An Goethe

Jena den 20. Juni 1796.              

   Voß ist noch nicht gekommen; er schrieb nur kurz, daß unangenehme Störer die Reise rückgängig machten. Es thut mir wirklich leid, seine persönliche Bekanntschaft nicht gemacht zu haben, indessen wäre sie mit einem sehr unangenehmen Auftritt erkauft worden, weil Reichardt, wie ich heute von Hallischen Fremden erfuhr, ihn wirklich hat begleiten wollen. Die unvermeidliche Grobheit, die ich gegen diesen Gast hätte beweisen müssen, würde Voßen in große Verlegenheit gesetzt, und wahrscheinlich ganz und gar verstimmt haben.

   Zu den Progressen die der Roman macht wünsche ich von Herzen Glück. Der Tag der mir den Rest bringt, soll auch mir ein Fest sein.

   Die neue Lieferung Cellini hat mich wieder sehr unterhalten. Die Krankheitsgeschichte ist ganz prächtig; auch die Begebenheiten in Florenz interessiren sehr und schließen sich schön an die Geschichte dieses Hauses. Die närrische Mixtur von Galanterie und Grobheit in dem Freund Benvenuto ist gar amüsant.

   Die Xenien kann ich heute noch nicht mitschicken. Mein Abschreiber ist ausgeblieben.

   Leben Sie recht wohl. Alle Neune seien mit Ihnen!

   1)Meine Frau grüßt schön. Den Zwieback haben Sie wohl2), nebst meinem3) Briefe vom Sonnabend erhalten4).

Sch.

Ü   Þ

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