Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
Homepage
   Literatur
      Johann Wolfgang von Goethe
         Briefe
            Goethe an Schiller
               Inhaltsverzeichnis
               Vorwort
               An König von Bayern
               Briefe 1794
               Briefe 1795
               Briefe 1796
               Briefe 1797

                  ...
                  369. An Goethe
                  370. An Schiller
                  371. An Schiller
                  372. An Schiller
                  373. An Goethe
                 
374. An Goethe
                  375. An Schiller
                  376. An Schiller
                  377. An Goethe
                  378. An Schiller
                  379. An Goethe
                  380. An Schiller
                  381. An Goethe
                  382. An Schiller
                  383. An Goethe
                  384. An Schiller
                  385. An Goethe
                  386. An Schiller
                  387. An Goethe
                  ...
               Briefe 1798
               Briefe 1799
               Briefe 1800
               Briefe 1801
               Briefe 1802
               Briefe 1803
               Briefe 1804
               Briefe 1805
               Anh. 1: Goethe an Ch. Schiller
               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
               Zusammenstellung Band 1
               Zusammenstellung Band 2
               Register Goethe
               Register Schiller
               Register Personen
               Sach-Register
               Orts-Register
              
              

378. An Schiller

   Da Sie so viel Gutes von meiner Elegie sagen, so thut es mir um so mehr leid daß sich eine ähnliche Stimmung lange Zeit bei mir nicht eingefunden hat. Jenes Gedicht ist bei meinem Eintritt in die Schweiz gemacht, seit der Zeit aber ist mein thätiges, productives Ich, auf so manche angenehme und unangenehme Weise, beschränkt worden, daß es noch nicht wieder hat zur Fassung kommen können; diese müssen wir denn jetzt wieder in aller Demuth erwarten.

   Ich wünsche sehr daß eine Bearbeitung der Shakespearischen Productionen Sie anlocken könnte. Da so viel schon vorgearbeitet ist und man nur zu reinigen, wieder aufs neue genießbar zu machen brauchte, so wäre es ein großer Vortheil. Wenn Sie nur einmal durch die Bearbeitung des Wallensteins sich recht in Übung gesetzt haben so müßte jenes Unternehmen Ihnen nicht schwer fallen.

   Leben Sie recht wohl. Die Jahrszeit übt leider ihre Rechte wieder über mich aus, und da ich nichts heiteres für diesmal aus eignen Kräften mittheilen kann, so sende ich eine Gerningische1) Ode die ihren Effect nicht verfehlen wird.

   Weimar am 29. November 1797.

G.

Ü   Þ

© 1999 - 2004 Copyright by Jürgen Kühnle
Über Anregungen und Kommentare zu diesen Seiten würde ich mich freuen juergen@kuehnle-online.de