Johann Wolfgang von Goethe @ www.Wissen-im-Netz.info
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               Anh. 2: Herzog K.-A. an Schiller
               Anh. 3: Schiller an Prof. Süvern
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819. An Schiller

   Unser gestriges Gastmahl war, ohngeachtet der starken Würze, auf dem Wege sehr schlecht abgelaufen. Ihr Außenbleiben machte gleich eine große Lücke in die kleine Gesellschaft, Mellish war nicht vom besten Humor und dieß gab auch mir eine etwas trübe Stimmung. Wir mußten erst einige Stunden essen und trinken, bis wir uns belebt fühlten. Die Jäger, die erst gegen fünf Uhr kamen und mit gutem Appetit in die Überreste einfielen, gaben der ganzen Begebenheit eine bessere Wendung. Der ganze Verlauf der Parforcejagd ward nochmals vorgeführt und wir blieben ganz heiter bis gegen sieben Uhr beisammen1).

   Nun gehe ich nach Jena ohne Sie nochmals gesehen zu haben, in sechs Tagen bin ich wieder hier und schicke indessen ein Paar Lustspiele2) zu gefälliger Einsicht.

   Leben Sie recht wohl, sein Sie fleißig und gedenken mein.

   Weimar am 18. October 1801.

G.

Ü   Þ

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