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952. An Goethe

[Weimar, 19. Februar 1804.]1)              

   Hier übersende mein Werk, für das ich unter gegenwärtigen Umständen nichts weiter zu thun weiß. Wenn Sie es durchlesen2), bitte ich es zurückzusenden, weil der Rollenschreiber darauf wartet.

   Soll es gegen Ostern gegeben werden, so müssen wir suchen es acht Tage vorher zu Stande zu bringen, um noch von Zimmermanns Gegenwart und, in Rücksicht auf die Kasse, von dem actuellen Zustand in Jena zu profitiren, der sich nach Ostern verändern kann. Dann müßte aber wegen der anzuschaffenden Kleider und der erforderlichen Decorationen schleunige Resolution gefaßt werden, auch müßte man den Macbeth verschieben. Das Einstudiren der Rollen macht keine Schwierigkeit, da die größte von keinem beträchtlichen Umfang ist.

   Meine Idee wegen der Rollenbesetzung lege ich bei. Sie ersehen daraus, wie schwer es sein würde, Zimmermanns Rolle zu besetzen. Muß man sich nach Ostern auch ohne ihn helfen, so geht es dann eher an als wenn gleich der erste Eindruck trüb ist.

   Ich bin von diesen Besorgungen und auch von dem3) Wetter sehr angegriffen und muß mich noch einige Tage zu Hause halten. Wollen Sie aber mit Beckern und Genast, so wie auch mit Meyern und Heideloff sprechen, so kann die Sache doch vorwärts gehen.

Sch.

Ü   Þ

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