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Literatur
Johann Wolfgang von Goethe
Faust
Erster Teil
Nacht
Vor dem Tor
Studierzimmer (1)
Studierzimmer (2)
Auerbachs Keller in Leipzig
Hexenküche
Straße
Abend
Spaziergang
Der Nachbarin Haus
Straße
Garten
Ein Gartenhäuschen
Wald und Höhle
Gretchens Stube
Marthens Garten
Am Brunnen
Zwinger
Nacht. Straße vor Gretchens Türe
Dom
Walpurgisnacht
Walpurgisnachttraum
Trüber Tag
Nacht, offen Feld
Kerker
Zweiter Teil |
Zwinger
(In der Mauerhöhle ein
Andachtsbild der Mater dolorosa, Blumenkruge davor.)
Gretchen (steckt frische
Blumen in die Kruge).
Ach neige,
Du Schmerzenreiche,
Dein Antlitz gnädig meiner Not!
Das Schwert im Herzen,
Mit tausend Schmerzen
Blickst auf zu deines Sohnes Tod.
Zum Vater blickst du,
Und Seufzer schickst du
Hinauf um sein’ und deine Not.
Wer fühlet,
Wie wühlet
Der Schmerz mir im Gebein?
Was mein armes Herz hier banget,
Was es zittert, was verlanget,
Weißt nur du, nur du allein!
Wohin ich immer gehe,
Wie weh, wie weh, wie wehe
Wird mir im Busen hier!
Ich bin, ach! Kaum alleine,
Ich wein’, ich wein’, ich weine,
Das Herz zerbricht in mir.
Die Scherben vor meinem Fenster
Betaut’ ich mit Tränen, ach!
Als ich am frühen Morgen
Dir diese Blumen brach.
Schien hell in meine Kammer
Die Sonne früh herauf,
Saß ich in allem Jammer
In meinem Bett schon auf.
Hilf! Rette mich von Schmach und Tod!
Ach neige,
Du Schmerzenreiche,
Dein Antlitz gnädig meiner Not!
Ü
Þ
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