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Rom, den 8. Dezember.              

   Wie sehr es mich ergötzt, dass dir mein Liedchen gefallen hat, glaubst du nicht, wie sehr es mich freut, einen Laut hervorzubringen, der in deine Stimmung trifft. Eben das wünscht’ ich Egmont, von dem du so wenig sagst, und eher, dass dir daran etwas weh als wohl tut. O, wir wissen genug, dass wir eine so große Komposition schwer ganz rein stimmen können, es hat doch im Grunde niemand einen rechten Begriff von der Schwierigkeit der Kunst als der Künstler selbst.

   Es ist weit mehr Positives, das heißt Lehrbares und Überlieferbares in der Kunst, als man gewöhnlich glaubt; und der mechanischen Vorteile, wodurch man die geistigsten Effekte – versteht sich immer mit Geist – hervorbringen kann, sind sehr viele. Wenn man diese kleinen Kunstgriffe weiß, ist vieles ein Spiel, was nach wunder was aussieht, und nirgends glaub’ ich, dass man mehr lernen kann in Hohem und Niedrem als in Rom.

Ü   Þ

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