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Rom, den 15. Dezember.              

   Ich schreibe dir späte, um nur etwas zu schreiben. Diese Woche hab’ ich sehr vergnügt zugebracht. Es wollte die vorige Woche nicht gehen, weder mit einer noch andrer Arbeit, und da es am Montag so schön Wetter war und meine Kenntnis des Himmels mich gute Tage hoffen ließ, machte ich mich mit Kayser und meinem zweiten Fritz auf die Beine und durchging von Dienstag bis heute Abend die Plätze, die ich schon kannte, und verschiedene Seiten, die ich noch nicht kannte.

   Dienstag Abend erreichten wir Frascati, Mittwoch besuchten wir die schönsten Villen und besonders den köstlichen Antinous auf Monte Dragone. Donnerstag gingen wir von Frascati auf Monte Cavo über Rocca di Papa, wovon du einmal Zeichnungen haben sollst, denn Worte und Beschreibungen sind nichts; dann nach Albano herunter. Freitag schied Kayser von uns, dem es nicht ganz wohl war, und ich ging mit Fritz dem Zweiten auf Aricia, Genzano, am See von Nemi her wieder auf Albano zurück. Heute sind wir auf Castel Gandolfo und Marino gegangen, und von da nach Rom zurück. Das Wetter hat uns unglaublich begünstigt, es war fast das schönste Wetter des ganzen Jahrs. Außer den immer grünen Bäumen haben noch einige Eichen ihr Laub, auch junge Kastanien noch das Laub, wenngleich gelb. Es sind Töne in der Landschaft von der größten Schönheit, und die herrlichen großen Formen im nächtlichen Dunkel! Ich habe große Freude gehabt, die ich dir in der Ferne mitteile. Ich war sehr vergnügt und wohl.

Ü   Þ

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