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17. Gott, Gemüt und Welt
In wenig Stunden
Wer Gott vertraut,
Sogar dies Wort hat nicht gelogen:
Das Unser Vater, ein schön Gebet,
Ich wandle auf weiter, bunter Flur
Was wär' ein Gott, der nur von außen stieße,
Im Innern ist ein Universum auch;
Wie? Wann? Und wo? - Die Götter bleiben stumm!
Willst Du ins Unendliche schreiten,
Willst Du Dich am Ganzen erquicken,
Aus tiefem Gemüt, aus der Mutter Schoß
Da, wo das Wasser sich entzweit,
Und wird das Wasser sich entfalten,
Durchsichtig erscheint die Luft so rein
Denn was das Feuer lebendig erfasst,
Und so kommt wieder zur Erde herab,
Und wer durch alle die Elemente,
"Was will die Nadel nach Norden gekehrt?"
Die endliche Ruhe wird nur verspürt,
Drum danket Gott, ihr Söhne der Zeit,
Magnetes Geheimnis, erkläre mir das!
Wirst du deinesgleichen kennen lernen,
Warum tanzen Bübchen mit Mädchen so
gern?
Dagegen die Bauern in der Schenke
Der Amtmann schnell das Übel stillt,
Soll dein Kompass dich richtig leiten,
Verdoppelte sich der Sterne Schein, "Und was sich zwischen beide stellt?"
An der Finsternis zusammen geschrunden,
Schwarz und Weiß, eine Totenschau,
Will Licht einem Körper
sich vermählen,
Du aber, halte dich mit Liebe
Denn steht das Trübste vor der Sonne,
Und will das Licht sich dem Trübsten
entwinden,
Und wie das Trübe verdunstet und
weicht,
Ist endlich der Äther rein und klar,
Steht vor dem Finstern milchig Grau,
Auf Bergen, in der reinsten Höhe,
Du staunest über die Königspracht,
Und so bleibt auch in ewigem Frieden
Dass sie miteinander streiten können,
Sie streiten mit der Körperwelt, |
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Jürgen Kühnle
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