Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
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      Schiller, Friedrich
         Biografien
            Hoffmeister - Schillers Leben

            Vorwort
            Inhalt

            1. Teil
               1 Kapitel
               2. Kapitel
               3. Kapitel
               4. Kapitel
               5. Kapitel
               6. Kapitel
               7. Kapitel
               8. Kapitel
                  Ankunft in Mannheim
                  Kontrakt mit Dalberg
                  Krankheit
                  Bekanntschaften
                  Besuch von Abel
                  Die „Lumpenfête“
                  Fiesco, Kabale/Liebe a. Bühne
                  Aufnahme deut. Gesellschaft
                  Reise nach Frankfurt
                  Bedrängnisse
                  Abhandlung über das Theater
                  Preisfragen
                  Plan einer dr. Monatsschrift
               9. Kapitel
               10. Kapitel
            2. Teil
            3. Teil

Besuch von Abel

   Als aber in der Mitte November 1783 zu „seinem fröhlichen Schrecken“ Professor Abel und Bach, ein anderer Freund, bei ihm eintraten – da konnten die Landsleute vor lauter Erzählen und Fragen kaum zu Atem kommen. Schiller, noch halb krank, bewirtete sie zu Mittag und zu Abend, setze ihnen Burgunder vor, den er zum Geburtstag geschenkt erhalten, und zeigte ihnen die Stadt. „Schadet nichts, wenn ich jetzt auch später gesund werde“, schreibt er, „habe ich ja doch ein unbeschreiblich Vergnügen gehabt.“ Und wie fand Abel damals seinen Zögling? Er erzählt es mit diesen Worten: „Ungeachtet der ungünstigen Lage Schillers entdeckte ich mit Vergnügen, dass seine Seele, seitdem ich ihn nicht mehr gesehen, einen höheren Schwung errungen. Er sprach mit Zuversicht von seinen Plänen und dem glücklichen Erfolg derselben und ohne noch eine bestimmte Aussicht auf eine sichere und zur Erreichung seiner Zwecke zulängliche Stelle zu haben, war er gewiss, dass ihm eine solche nicht lange mehr mangeln würde. Sein Ideal stand jetzt deutlich und vollendet vor ihm, und er fühlte Kraft genug in sich, demselben immer näher zu kommen, und was er fühlte und deutlich dachte, sprach er gegen einen Freund, der ihn nie einer Anmaßung oder Unbescheidenheit verdächtig halten konnte, offen aus. Dass dieses Selbstgefühl ihn nicht getäuscht hat, lehrte der Erfolg. Don Carlos war sein nächstes neues Werk, und seine Verbindung mit Weimar folgte bald darauf.“

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