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Homepage Literatur Schiller, Friedrich Biografien Hoffmeister - Schillers Leben Vorwort Inhalt 1. Teil 2. Teil 3. Teil 1. Kapitel 2. Kapitel 3. Kapitel 4. Kapitel 5. Kapitel 6. Kapitel Entscheidung für Maria Stuart Lebensbezüge Der letzte Musenalmanach Geburt einer Tochter Krankheit seiner Frau Schema der Malteser Überzug nach Weimar Lebensbezüge Gesundheitszustand 7. Kapitel 8. Kapitel 9. Kapitel 10. Kapitel 11. Kapitel 12. Kapitel 13. Kapitel 14. Kapitel |
Sechstes KapitelEntscheidung für Maria StuartDie Wallensteinsche Masse war endlich überwunden, Schillers Geistesrichtung war durch dieses Werk für die noch übrigen Jahre seines Lebens bestimmt. Die Poesie hatte ein entschiedenes Übergewicht über die Philosophie und Geschichte gewonnen, die seinem dramatischen Genie dienen mussten. Jede gelungene Arbeit spornte aber seinen Geist zu neuer Tätigkeit. Er befand sich, wie er an Goethe schreibt, nach der Vollendung seines Werks, bei der nunmehrigen Freiheit schlimmer, als bei der bisherigen Sklaverei; es sei ihm, als hänge er bestimmungslos im leeren Raum, und zugleich, als wenn es absolut unmöglich wäre, dass er jemals wieder etwas hervorbringen könnte. Abwechselnd eine längere Pause in der Produktion zu machen und sich ganz auf Studieren, Lesen, Empfangen zu beschränken, wie es z.B. Lessing tat, war ihm unmöglich; nur wenn er selbsttätig war, lebte er. Er entschied sich für einen alten, dramatischen Plan, für Maria Stuart. Sobald er von Weimar, wo er die Piccolomini und Wallensteins Tod zum ersten Mal aufführen sah, nach Jena zurückgekehrt war, fing er, wie aus seinem, von der Schillerschen Familie mir mitgeteilten, täglichen Notizbuch hervorgeht, sogleich den andern Tag, am 26. April 1799, die Geschichte der Maria Stuart sorgfältig zu studieren an, und setzte dieses Studium auch in seinem Gartenhaus fort, welches er am 10. Mai wieder bezog. Ehe er das Schema für das ganze Stück entworfen hatte und über alle Punkte mit sich einig war, begann er mit Lust und Freude, wie er schreibt, am 4. Juni die Arbeit. |
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