Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            1797

Friedrich Schiller an Wolfgang von Goethe.

9 Febr. [Donnerstag] 97.

Es ist mir dieser Tage der Brief von Meiern wieder in die Hände gefallen, worinn er den ersten Theil seiner Reise biß Nürnberg beschreibt. Dieser Brief gefällt mir gar wohl, und wenn sich noch 3, 4 andere daran anschließen ließen, so wäre es ein angenehmer Beytrag für die Horen und die paar Louisdors könnte Meyer auch mit nehmen. Ich lege Ihnen die Copia hier bey.

Von Nicolai in Berlin ist ein Buch gegen die Xenien erschienen; ich hab es aber noch nicht zu Gesichte bekommen.

Ich habe jetzt ein zweytes Gebot auf meinen Schmidtischen Garten gethan, 1150 Rthlr., und hoffe ihn um 1200 zu bekommen. Es ist vorderhand zwar nur ein leichtes Sommerhaus, und wird auch wohl noch ein Hundert Thaler kosten, um nur im Sommer bewohnbar zu seyn; aber diese Verbeßerung meiner Existenz ist mir alles werth. Wenn ich erst im Besitz bin, und Sie hier sind, dann wollen wir Sie bitten, uns zu rathen und zu helfen.

Alles weitere mündlich. Ich hoffe, Sie übermorgen gewiß zu sehen, schicke aber doch auf jeden Fall die Horen heute mit. Innlage an Herdern bitte abgeben zu lassen.

Der Auftrag an meinen Schwager ist besorgt.

Leben Sie recht wohl.

Sch.


Bemerkungen

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1 Abgesandt d. 10. Februar.
Zu S. 158. Z. 24. Von Meyer erschien nur noch im 9. Heft der Horen ein Aufsatz über Neueste Zimmerverzierung in Rom. Zu Z. 30. Anhang zu Friedrich Schillers Musenalmanach für das Jahr 1797 von Friedrich Nicolai. Vgl. Boas, Schiller und Goethe im Xenienstreite. II. 146.
Zu S. 159. Z. 11. Den Auftrag an Wolzogen kenne ich nicht. Nach Nr. 1169 scheint es die Aufforderung gewesen zu sein, nun möglichst bald nach Weimar zu kommen.

 
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