Friedrich
Schiller

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Briefe von Friedrich Schiller

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            1797

Friedrich Schiller an Gottfried Körner.

Jena 13. Febr. [Montag] 97.

Ich bin Heute um die Geschichte der Vereinigten Niederlande gemahnt worden und muß Dich bitten, mir das Buch mit rückgehender Post zu schicken.

Der Instrumenten Macher war auch hier und wollte von mir wissen, ob die Guitarre zu 5 oder zu 6 Saiten seyn soll: eher könne er sich nicht daran machen. Laß mich also aufs baldigste wissen, wie Du sie verlangst.

Göthe ist seit gestern hier, geht aber heute wieder fort, weil er in Weimar nöthig ist. In einigen Wochen werde ich länger mit ihm leben können.

Ich arbeite jetzt sehr langsam, und sehne mich nach einer freyern Existenz und nach dem Einfluß der mildern Jahreszeit. Das ununterbrochene Gefängnißleben in meinen vier Wänden wird mir unerträglich, und in die Länge könnte ichs nicht mehr aushalten. Hoffentlich kommt mein Gartenkauf zu stande, und dann ziehe ich gleich gegen Ende März hinaus.

Lebewohl und gieb mir bald Nachricht. Wir sind übrigens wohl auf und umarmen euch herzlich.

Dein

Sch.


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1 Zu S. 160. Z. 13. Körner hatte, als er im Frühjahr 1796 in Jena war, mit Sch. besprochen, eine biographische Skizze Wilhelm v. Oraniens zu schreiben und Sch. hatte ihm am 27. Juni eine Kiste mit Büchern zu dieser Arbeit gesandt. Der Aufsatz kam nicht zu stande.

 
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