Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
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      Schiller, Friedrich
         Briefe
            Christian Gottfried Körner
               Inhalt
               Vorwort
               1784
               1785
                  11.1.1785, an Schiller
                  10.2.1785, an Körner
                  28.2.1785, an Huber
                  3.3.1785, an Schiller
                  25.3.1785, an Huber
                  17.4.1785, an Huber
                  2.5.1785, an Schiller
                  7.5.1785, an Körner
                  8.5.1785, an Schiller
                  14.5.1785, an Schiller
                  3.7.1785, an Körner
                  8.7.1785, an Schiller
                  11.7.1785, an Körner
                  ...
               1786
               1787
               1788
               1789
               1790
               1791
               1792
               1793
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               1795
               1796
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               1798
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               1800
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               1803
               1804
               1805

Dresden, 3. März 1785.

So haben sich denn also unsere Seelen trotz aller Entfernung gefunden – wir sind Freunde – und bald wird der erste Blick und Händedruck den Bund unserer Herzen versiegeln. – Arbeiten, die keinen Aufschub leiden, hindern mich auf Ihren herrlichen Brief so viel zu antworten als ich wollte, aber aufschieben konnte ich meine Antwort deswegen nicht. Sie müssen sobald als möglich auch von mir wissen, wie sehr ich mich nach dem Augenblicke sehne, da wir Sie mit offenen Armen empfangen werden. – Auch ich kenne den Durst nach Sympathie aus Erfahrung. Sie ahnen, daß der Ihrige bei uns gestillt werden wird, und wir sind stolz genug, zu glauben, daß diese Ahnung Sie nicht täuscht. –

Jetzt, da Ihre Freundschaft an allem theilnimmt, was uns betrifft, noch etwas von dem, was wir waren – und sind. Ich liebte Minna vier Jahre lang, ohne es ihr und mir selbst zu gestehen. Jetzt ist es drei Jahr, daß ich mich ihr entdeckte. Wir kämpften seit dieser Zeit mit Schwierigkeiten, die fast unüberwindlich schienen – hatten des Kummer viel – waren genöthigt uns zu trennen, um uns unserem Ziele zu nähern. – Jetzt entwickelt sich alles zu unserem Vortheil – der Zeitpunkt, der uns auf immer vereinigt, ist nicht mehr entfernt – eine selige Zukunft wartet unser – Dora und Huber freuen sich mit uns, daß wir am Ziele sind. Dies ist die Stimmung, in der Sie uns finden werden – und nun bleiben Sie noch zurück, wenn Sie können. –

Von ganzem Herzen

               der Ihrige

K.

Ü    Þ

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