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Dresden, 4. April 1788. Hier hast Du etwas für die Thalia, wenn Du es brauchen kannst1). Was Dir zu schleppend oder incorrect im Style scheint, wirst Du schon ändern. Ich habe nicht mehr daran feilen wollen, um mir es nicht zu verleiden. Fühlst Du Dich zu einer Antwort gestimmt, so könnte ich Dir vielleicht noch eine Replik schaffen, besonders wenn Du mir Gelegenheit giebst, mich über den Werth verschiedener Arten von Thätigkeit, oder über das Bedürfniß theologischer Überzeugungen auszubreiten. An eine Reise ist wohl jetzt nicht zu denken, wenn wir nicht einen Wagen mit Wehmüttern mitnehmen wollen. Wir müssen jeden Tag die Niederkunst meiner Frau erwarten. Wie Du Dich mit Goethe haben wirst, bin ich begierig. Laß Dich nur nicht gegen ihn aufhetzen. – Daß Du mit Wieland wegen des Mercur nicht auf einem gewissen Fuße bist, gefällt mir nicht. Göschen ist immer im Vorschuß, also scheint er nicht sehr regelmäßig in Geldsachen zu sein. Daß ich Dir heute nicht mehr schreibe wird das Manuscript entschuldigen, das ich gern fertig haben wollte. Lebe wohl. Alles ist gesund und grüßt. Wegen der Bibliothekbücher werde ich sehr gemahnet. Schicke sie doch mit einer Meßgelegenheit. K. 1) Es war der Brief Raphaels an Julius, den Schiller erst in das 7. Heft der Thalia 1789 aufnahm. S. Schr. 4, 56-60. |
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