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Dresden, 9. Januar 1789. Dies Jahr macht wahrscheinlich Epoche in Deiner Geschichte; und auch in der meinegen, glaub’ ich, soll es nicht unbedeutend sein. Du beginnst Deine akademische Laufbahn, und ich meine schriftstellerische. Nach und nach söhne ich mich mit Deiner Professorstelle aus. Du kannst wenigstens zeigen, was Du in diesem Fache zu leisten vermagst, und nachher kannst Du Dich theurer verkaufen. Über die Memoires wünschte ich nur zu wissen, in welcher Ordnung Du sie herausgeben willst, um gleich mit einer Sammlung anfangen zu können. Ich schicke Dir im nächsten Briefe ein Verzeichniß von wichtigen englischen Memoires, die ich hier haben kann, und dann sollst Du mir sagen, was Du nach Deinem Plane brauchen kannst. Ich schicke Dir das Fragment aus Gibbon, sobald es fertig ist, und mache mich stracks an einen Aufsatz für den Mercur. Jetzt oder nie! Ich fühle mich gesund und vermögend etwas zu leisten. Eben kommt Schreiter zu uns herauf. Ich habe also jetzt nicht Zeit Dir mehr zu schreiben. Nächstens mehr. Das Gedicht vergiß nicht. Grüße von M. und D. K. |
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