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* Dresden, den 27. April 98. Dein langes Stillschweigen erklärte ich mir bis jetzt auf eine günstige Art. Ich hoffte Du würdest mir mit dem nächsten Briefe etwas vom Wallenstein schicken wollen und etwa noch einige Zeit brauchen, um hier und da eine Lücke auszufüllen. Aber länger kann ich nicht warten, um wenigstens ein Lebenszeichen von Dir zu sehen. Meinen letzten Brief mit den Schlußbemerkungen über den Almanach wirst Du erhalten haben. Werden wir uns denn in diesem Jahre nicht sehen? Ich muß nach Zerbst reisen, wenn ich die Tante nicht böse machen will. Aber könntest Du denn nicht einmal Deinen Plan ausführen, hieher zu kommen, wenn der Wallenstein geendigt ist? Was macht Goethe? Ist er wirklich mit Vollendung des Faust beschäftigt? Geßler ist noch bei uns, und wird auf einige Zeit seine Güter in Schlesien besuchen. Daß er nicht verheiratet ist, weiß ich nunmehr ganz gewiß. Schlegels kommen hieher, wie ich höre, aber wir werden ihnen ausweichen, wie das letzte Mal. Dein Körner. |
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