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* Dresden, den 24. Jun. 98. Die letzten Kindwehen vom Wallenstein werden nun auch bald überstanden sein, und dann wird er als ein wackerer Bursche aus Licht treten. Daß Deine Forderungen während der Arbeit immer zunehmen, bin ich bei Dir schon gewohnt. Der Drang des Fertigwerdens in der letzten Zeit macht zwar einen peinlichen Zustand, aber er bewirkt auch eine Spannung, die oft für das Werk selbst doch recht wohlthätig ist. Ist der Wallenstein fertig, dann solltest du Dir eine besondere Erquickung ausdenken. – Daß ich noch auf Deine Mittheilung warten muß, will mir gar nicht in den Kopf. Glaubst Du denn so viel noch an den ersten Acten ändern zu müssen? Von Deinen und Goethens Beiträgen zum Almanach schicke mir ja was fertig ist. Geßler bekommt das Karlsbad und ich erwarte ihn bald wieder. – Meine Reise nach Zerbst ist auf den 20. Juli festgesetzt. Aber D(ora) geht noch in dieser Woche nach Karlsbad, wo die Herzogin von Kurland ist. Für D’s. Arm, der übrigens wieder besser ist, kann es zur Verhütung eines Rückfalls wohlthätig sein. Goethe wird von dem Engländer Hawkins gehört haben, der in physischer und antiquarischer Rücksicht Griechenland und Kleinasien bereist hat. Er ist auf dem Rückwege über Dresden. Graf Geßler, der ihn sehr genau kennt, hat schon Briefe aus Triest, und im Julius würde er hier eintreffen. Die Horen und das Geld habe ich erhalten. Dein Körner.1) 1) Körners Brief kam, nach Schillers Kalender S. 63, am 30. Juni in Jena an. Ein daselbst S. 64 verzeichneter Brief Körners, der am 21. Juli in Jena eintraf, fehlt. Am 6. Aug. steht im Kalender S. 65 daß Schiller einen Brief an „Körner Moltken mitgegeben.“ (Vgl. 4, 87). Dieser fehlt ebenso wie der am 11. Aug. eingetroffene Brief Körners. |
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