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Weimar, 4. Sept. 1804. Diese ersten Zeilen, die ich an Dich schreibe nach so langer Pause,1) sollten billig einen heitern Inhalt haben, und Dir von meiner Genesung Nachricht geben; aber noch ist meine Gesundheit sehr schwach. Obgleich meine Krankheit nur 3 bis 4 Tage gedauert hat, und jetzt 6 Wochen dazwischen verlaufen sind, so spüre ich kaum eine Zunahme von Kräften, und bin noch fast so schwach, als wie Graf Geßler mich verlassen hat. Besonders ist der Kopf angegriffen, und das bischen Schreiben wird mir sauer. Lesen kann ich ohne Beschwerde, auch habe ich einige Velleität zur Arbeit, aber ich muß gleich wieder aufhören. Es ist mir nach der schwersten Krankheit nicht so übel zu Muth gewesen, wenigstens hat es nicht so lang gedauert. Meine Frau befindet sich recht wohl, auch das Kleine gedeiht und macht mir große Freude. Lebe wohl und laß mich bald etwas von Dir hören. Wir umarmen Euch von Herzen. Auch Geßler grüße auf’s Schönste. Wir sehnen uns nach guten Nachrichten von ihm. Dein S. 1) Danach ist der am 23. Aug. im Kalender verzeichnete an Körner gerichtete Brief kaum denkbar. Auch ist sonst keine Spur davon. Der gegenwärtige wurde durch Hrn. V. Richter besorgt. Kal. 173. |
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