Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info
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      Schiller, Friedrich
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            Christian Gottfried Körner
               Inhalt
               Vorwort
               1784
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               1803
               1804
                  ...
                  22.4.1804, an Schiller
                  28.5.1804, an Körner
                  18.6.1804, an Beyme
                  3.7.1804, an Körner
                  7.7.1804, an Schiller
                  16.7.1804, an Hufeland
                  27.7.1804, an Schiller
                  6.8.1804, an Schiller
                  4.9.1804, an Körner
                  17.9.1804, an Schiller
                  11.10.1804, an Körner
                  17.10.1804, an Schiller
                  20.11.1804, an Körner
                  2.12.1804, an Schiller
                  10.12.1804, an Körner
                  18.12.1804, an Schiller
               1805

Dresden, am 17. Sept. 1804.

Hofrath Richter hat mir einen Brief von Dir gebracht, der uns beunruhigte. Glücklicherweise ist die Nachricht besser, die ein späterer Brief von Deiner Schwägerin an Graf Geßler enthält. Hüte Dich nur vor anstrengenden Arbeiten, so lange Du Deine Kräfte nicht ganz wiederhergestellt fühlst. Hoffentlich hast Du die jetzigen schönen Tage im Freien benutzt, und sie werden für Dich gewiß wohlthätig gewesen sein.

Bei uns ist alles wohl. Nur Graf Geßler leidet immer noch an gichtischen Übeln. Er war im Begriff nach Schlesien zu reisen, als ihn eine plötzliche Schwulst im Gesicht nöthigte, noch einige Zeit hier zu verweilen und den Erfolg einer angefangenen Cur abzuwarten. Gestern war er ziemlich wohl. Er empfiehlt sich Dir bestens.

Frau von Helwig mit ihrem Manne ist noch hier. Ihr Äußeres hat gewonnen, aber sie sagt oft Sachen, die ihr nicht wohl anstehen, und eine gewaltig hohe Meinung von ihrem Werthe verrathen. Ihren Mann habe ich nur einmal gesprochen, und er hat mich angenehm unterhalten. Was er erzählt, möchte ich nicht alles für ausgemacht halten, und in seinen Urtheilen über Türken und Griechen mag viel Einseitigkeit sein. Aber er spricht darüber mit einer gewissen Lebhaftigkeit und Wärme, die nicht uninteressant ist.

Frau von Helvig copirt auf der Gallerie mit ziemlich gutem Erfolg. Nur hatte sie sich weit mehr vorgenommen, als sie fertig machen kann.

Dr. Gmelin habe ich endlich gesprochen, aber nur eine Viertelstunde, so daß ich gar nicht über ihn urtheilen kann. Er schien von Dresden keine großen Erwartungen zu haben, da es gar nicht in seinem Reiseplan war, hat sich auch nur ein Paar Tage hier aufgehalten.

Daß Alexander von Humboldt glücklich in Europa wieder angelangt ist, hat mich sehr gefreut. Ich erwarte viel Interessantes von seinen Bemerkungen. Wie mein Vetter, der in Frankfurt an der Oder Professor der Ökonomie ist, erzählte, soll man die Idee haben, ihn zum Präsidenten der Berliner Akademie zu machen. Dies wäre recht gut und könnte auch für Dich gute Folgen haben. Eine Stelle bei der Akademie wäre immer ganz angenehm, und würde Dich nicht nöthigen, immer in Berlin zu sein. Du schreibst nicht, wie Deine Angelegenheiten dort sehen.

Mein Carl macht jetzt gute Fortschritte. Zur Mathematik und zum Drechseln stellt er sich ziemlich geschickt an. Ich möchte gern alle Arten von Fertigkeiten bei ihm ausbilden. Er hat ziemliche Gewandtheit und Schnelligkeit für körperliche und geistige Thätigkeit. Auch ist er gutartig und fröhlich, so daß ich jetzt im Ganzen wohl mit ihm zufrieden bin.

               Dein

Körner.

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