| Friedrich Schiller @ www.Wissen-im-Netz.info | |
|
Homepage Literatur Schiller, Friedrich Briefe 1787 1788 1789 1790 1791 1792 1793 1794 1795 1796 1797 1798 1799 1800 1801 1802 1803 1804 1805 |
An Lotte v. Lengefeld.[Volkstädt, 4. August Montag 1788.] Haben Sie recht schönen Dank für Ihr liebes Andenken an mich. Den Mittag wollt ich Ihnen schreiben. Der Schnupfen ist bey mir zurückgetreten, und hat mich gestern den ganzen Tag und die ganze heutige Nacht mit Hitze, Kopfweh und mit vieler Unruhe gemartert. Weil ich heute Posttag habe, so zwang ich mich gestern und arbeitete biß spät in die Nacht; und nun wurde ich so echauffirt, dass ich die ganze Nacht schlaflos zubrachte. Sie können leicht denken, dass mir der Kopf nicht zum schönsten steht und doch muß ich noch biß 1 Uhr fortarbeiten. So geht’s wenn man aufschiebt. Das hat mich meine Mutter schon gelehrt! Wenn ich für eine menschliche Gesellschaft tauge und der Schlaf mich nicht übermannt, so komme ich doch noch nach Tische, aber erwarten Sie mich nicht. Warum verläßt Sie Frau von Stein so bald wieder? Ich hoffte daß wir einige schöne Tage in ihrer Gesellschaft zubringen sollten. Leben Sie recht wohl. Bogen habe ich keine erhalten, erwarte sie aber heute. Komme ich nicht selbst, so schreibe ich Ihnen heute noch ein Billet. Grüßen Sie mir alle recht schön, und denken Sie meiner S. |
|
© 1999 - 2005 Copyright by Jürgen Kühnle |
|