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An Friedrich Haug.

Ludwigsburg den 9. Dec. [Montag] 93.

Ein Heft des Apoll ist neulich zurückgeblieben, und folgt hier nebst dem Allmanach zurück. von Cotta habe ich Garven schon erhalten, und danke schönstens für Ihre gütige Besorgung.

Können Sie mir einige Theaterstücke zu dem bewußten Gebrauch ausfindig machen und schicken, so erzeigen Sie mir und unsrer Gesellschaft eine große Gefälligkeit. In Ermanglung besserer wären wir mit Essex und Romeo und Julie allenfalls zufrieden.

Wenn Sie mir schreiben, liebster Freund, so haben Sie doch die Güte mir auf folgende Anfrage zu antworten:

In welchen Verbindungen der junge Neuffer, von welchem Gedichte im Allmanach stehen, sich befindet? Ob er etablirt ist oder noch über sich disponieren kann? Ob er Theolog oder was er sonst ist? Ob er gründliche Kenntniße in Sprachen besitzt, und in Philosophie und Geschichte etwas weniges gethan hat? – alle diese Anfragen, versteht sich, bleiben bloß unter uns. Machen Sie, daß wir Sie bald wieder einige Stunden genießen, diß wünscht die ganze Gesellschaft, und am meisten Ihr

               Ganz ergebener

Schiller.

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