Friedrich
Schiller

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Musen-Almanach

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   Literatur
      Schiller, Friedrich
         Herausgeber
            Musen-Almanach
               1796
               1797
               1798
               1799
               1800

Der Musen-Almanach

Im September 1794 fasste Schiller den Plan einen Musenalmanach neben den Horen herauszugeben. „Es sollte“, wie Goethe erzählt, „eine poetische Sammlung sein, die jener meist prosaischen in den Horen vorteilhaft zur Seite stehen könnte. Auch hier war ihm das Zutrauen seiner Landsleute günstig. Die guten strebsamen Köpfe neigten sich zu ihm.“ Der Plan entstand wahrscheinlich auf Grund des Todes von Bürger am 8. Juni 1794, damit der neue Almanach, den Bürgerischen Almanach vertreten sollte, da dessen Fortsetzung nicht zu erwarten war, der aber doch durch Freunde des Verstorbenen fortgeführt wurde. „Mir ist diese Entreprise“, schreibt Schiller am 20. Oktober an Goethe, „dem Geschäft nach, eine sehr unbedeutende Vermehrung der Last, aber für meine ökonomischen Zwecke desto glücklicher, weil ich sie auch bei einer schwachen Gesundheit fortführen und dadurch meine Unabhängigkeit sichern kann.“ Der erste Jahrgang dieses alle seine Vorgänger und Altersgenossen weit überragenden, mit Beiträgen von Goethe, Herder, Haug, Kosegarten, A. W. Schlegel, Woltmann, Conz, Hölderlin u. a. trefflich ausgestatteten Musenalmanachs erschien bei Michaelis in Neustrelitz, und wurde unter Wilhelm von Humboldts Obhut in Berlin gedruckt. In dem Maß, als bei Schiller die Poesie die Überhand gewann, wandte er seinen Fleiß und seine Neigung allmählich mehr und mehr, endlich ganz, dieser poetischen Sammlung zu, und entzog sie in eben dem Grad nach und nach den Horen, so dass diese zuletzt eines langsamen Todes starben.

Es sind folgende Ausgaben erschienen:

 
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