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Haberrohr

[Haber in einigen Mundarten für Hafer] oder Haferrohr, d. i. die Hirtenflöte. Die Hirten pflegten sich aus dem Rohr des Hafers (vergl. Pan), der sich in südlichen Gegenden viel kräftiger als bei uns entwickelt, eine Flöte zu schneiden; daher (Ged. Die Künstler):

„Des Waldes Melodie floß aus dem Haberrohr.“

Eben so heißt es von Paris (Iph. II, Zw.-H.):

„Und buhltest auf dem phryg’schen Kiele
Mit dem Olymp im Flötenspiele.“

und (Iph. IV, Zw.-H.) singt der Chor:

„Wie lieblich erklang
Der Hochzeitgesang,
Den zu der Cyther tanzlustigen Thönen,
Zu der Schalmei und dem libyschen Rohr
Sang der Kamenen
Versammelter Chor.“

 
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