Friedrich
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Heinrich IV.

(Wst. T. V, 3), König von Frankreich und Navarra (1589-1610), mit welchem das Haus Bourbon auf den Thron kam, bekannte sich von seiner Jugend her zum Protestantismus, hatte sechs Jahre mit der Ligue zu kämpfen, siegte zwar (1590) bei Ivry, wurde aber erst, nachdem er zum Katholicismus übergetreten, allgemein anerkannt. Durch das Edict von Nantes (1598), welches den Protestanten freie Religionsübung und Zutritt zu den Staatsämtern verhieß, zog er sich das Mißtrauen der Katholiken, besonders aber den Haß der Jesuiten zu. Als er Frankreich innerlich beruhigt und Handel und Gewerbe wieder aufblühen sah, ging er mit dem Plane um, das Habsburgische Regentenhaus zu schwächen, ganz Europa in eine bestimmte Anzahl gleich mächtiger Staaten zu theilen und so der Welt die Aussicht auf einen dauernden Frieden zu gewähren. Der beste Anlaß zu diesem Plan schien ihm der Jülich-Clevische Erbfolgestreit, in den er sich zu mischen beabsichtigte. Vorläufig schickte er den deutschen protestantischen Fürsten Hülfsgelder und beschäftigte sich mit den Zurüstungen zu einem Heereszuge nach Deutschland. Indessen verlangte seine Gemahlin, daß er sie für den Fall seines etwaigen Ablebens vorher krönen lassen solle. Nach wiederholtem Ablehnen dieser Forderung willigte er endlich ein, sagte aber zu seinem treuen Minister Sully: „Ach, mein Freund, wie sehr mißfällt mir diese Krönung! Ich weiß nicht, was es ist, aber mein Herz prophezeiht mir Unglück. Bei Gott! ich werde in dieser Stadt sterben, ich werde nie hinauskommen! Sie werden mich umbringen, denn ich sehe wohl, daß sie kein anderes Mittel haben als meinen Tod.“ Die Krönung der Königin ward am 13. Mai 1610 vollzogen. Als Heinrich am folgenden Tage durch die Straßen von Paris fuhr, um sich die festlichen Zurüstungen anzusehen, mit denen die Bürger für den feierlichen Einzug der Neugekrönten beschäftigt waren, wurde er in einer engen Gasse, durch welche sein Wagen des Gedränges wegen nicht hindurch konnte, von Franz Ravaillac, vermutlich einem Werkzeuge der Jesuiten, ermordet.

 
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