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Der Kampf (Gedicht)

Zum Gedicht Der Kampf.

ein Gedicht, das vor dem Richterstuhl der Moral auf den ersten Anblick durchaus verwerflich erscheint. Es erschien im Jahre 1786 in der Thalia unter dem Titel: „Freigeisterei der Leidenschaft“ mit dem Zusatze: „Als Laura vermählt war“ und bezieht sich vermuthlich auf die Auflösung des Verhältnisses, in welchen Sch. zu Margarethe Schwan, der Tochter seines Manheimer Buchhändlers, gestanden. In einer Anmerkung sucht er den Verdacht, als habe er in dem Gedicht seine eigene Ansicht ausgesprochen, von sich abzuwälzen. Er sagt: „Ich habe um so weniger Anstand genommen, die zwei folgenden Gedichte (nämlich den Kampf und die Resignation) hier aufzunehmen, da ich von jedem Leser erwarten kann, er werde so billig sein, eine Aufwallung der Leidenschaft nicht für ein philosophisches System, und die Verzweiflung eines erdichteten Liebhabers nicht für das Glaubensbekenntniß des Dichters anzusehen. Widrigenfalls möchte es übel um den dramatischen Dichter aussehen, dessen Intrigue selten ohne einen Bösewicht fortgeführt werden kann.“ Uebrigens ist das Gedicht gegen früher sehr abgekürzt, so daß der innere Zusammenhang dadurch verloren gegangen ist; es macht daher keinen erfreulichen Eindruck, umsomehr als der innere Zwiespalt, um den es sich hier handelt, ungelöst bleibt. Aus dem letzteren Grunde fühlte sich Sch. auch veranlaßt, die später gedichtete Resignation (s. d.) mit demselben zusammenzustellen.

 
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