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Die Kinder des Hauses(Bd. 7), ein von Körner mitgetheilter Entwurf zu einem dramatischen Gemälde der Wirksamkeit der Pariser Polizei unter Ludwig XIV. (s. d.). Es sind zwei Plane, von denen der erste (S. 347-349) im Jahre 1803 entworfen wurde. Es sollte ein großer Reichthum von Handlungen, Vorfällen, Personen und Ansichten zu einem Ganzen verwebt, und in Verbindung damit sollten die Zustände und Gebrechen dargestellt werden, wie sie in Paris sich zeigten, dem Centralpunkte, aus welchem die damalige vornehme Welt ihre Bildung zu holen pflegte. Ein leitender Faden sollte durch das Ganze hindurchgehen, den die Alles überwachende Pariser Polizei in den Händen hielt. Diese sollte dann zugleich die Rolle der Nemesis übernehmen, das geheimnißvoll verschlungene Gewebe entwirren und durch eine überraschende Katastrophe die endliche Entwickelung herbeiführen. Das dramatische Culturgemälde, welches auf diese Weise entstanden wäre, bot eine so überwältigende Masse des Stoffes dar, daß Sch. vermuthlich selbst daran zweifelte, es in den engen Rahmen eines Dramas einschließen zu können. Deshalb verfaßte er im Januar 1805 den zweiten Plan (S. 349-356), welcher als ein kleinerer, von dem ersten umschlossener Kreis zu betrachten ist, dem Charakter eines Personenstücks näher kommt und die Möglichkeit der Ausführung leichter in Aussicht stellt. Indessen ist auch dieser Plan mehr eine flüchtige Skizze als ein klar durchgearbeiteter Entwurf. Er wurde des Demetrius wegen vorläufig zurückgelegt. So weit sich die leitende Idee durchschauen läßt, ist Narbonne, der Held des Stückes, ein einflußreicher und eben darum sicherer Bösewicht, der sich nicht scheut, die rächende Nemesis kühn herauszufordern, bis er den Gang der von ihm eingeleiteten Untersuchungen nicht mehr hemmen kann und schließlich selbst ihr Opfer wird. Auf diese Weise ist das Schicksal innig mit der Handlung verknüpft, deren geheimnißvolle Elemente Schritt für Schritt zu Tage treten, wodurch der Zuschauer jedenfalls in der lebhaftesten Spannung erhalten worden wäre. Ob Sch., wie G. Schwab meint, mit einem solchen Drama einen Rückschritt gemacht hätte, möchte schwer zu beweisen sein; vielleicht hätte es den Dichter von Kabale und Liebe auf dem Gipfel höherer Vollendung gezeigt. |
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