Friedrich
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Lava

(Ged. Pompeji und Herculanum), der Name für verschiedenartige Gesteine, welche bei vulcanischen Ausbrüchen im geschmolzenen Zustande als ein zähflüssiger Strom zu Tage kommen; daher (Br. v. M. 5, 422):

„Auf der Lava, die der Berg geschieden“,

d. h. ausgeschieden, abgesondert. Im Vergleich mit der krampfhaften Anstrengung der Natur, welcher diese Erscheinung ihr Dasein verdankt, sagt Isabella (Br. v. M. 5, 400) von dem Ursprunge des unseligen Streits ihrer Söhne:

„Wer möchte noch das alte Bette finden,
Des Schwefelstroms, der glühend sich ergoß?
Des unterird’schen Feuers schreckliche
Geburt ist alles, eine Lavarinde
Liegt aufgeschichtet über dem Gefunden,
Und jeder Fußtritt wandelt auf Zerstörung.“

und bildlich heißt es (Ged. Dem Erbprinzen von Weimar) von den Schrecken der französischen Revolution:

„Und in den Krater darf man niedersteigen,
Aus dem die Lava stieg.“

 
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