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Magnet

zunächst ein Eisenerz, welches kleinere Eisentheilchen anzieht; dann künstlich bereitete Stahlstäbe, bei denen die Naturkraft der Anziehung verstärkt werden kann. Alle Magnete haben zwei Pole, von denen der eine nach N., der andere nach S. zeigt, weshalb man den ersten den magnetischen Nordpol, den andern den Südpol nennt. Bei der gegenseitigen Annäherung zweier Magnete, besonders eines Stabes an eine freischwebende Magnetnadel ziehen Nordpol und Südpol sich an, während die gleichnamigen Pole einander abstoßen; daher (Ged. d. Spaziergang):

„– – – – – – Der Weise
Prüft der Stoffe Gewalt, der Magnete Hassen und Lieben“

und (F. II, 5): „wenn der Nordpol dem Südpol nachspringt.“ Bildlich gebraucht sagt der Kapuziner (Wst. L. 8):

„Denn die Sünd’ ist der Magnetenstein,
Der das Eisen ziehet in’s Land herein.“

Desgl. Spiegelberg (R. II, 3): „Ich weiß nicht, ich muß was Magnetisches an mir haben, das dir alles Lumpengesindel auf Gottes Erdboden anzieht.“ Ebenso sagt Gianettino (F. I, 2) von Fiesco: „dieser Mensch ist ein Magnet. Alle unruhigen Köpfe fliegen gegen seine Pole.“

 
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