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Marionette

Bezeichnung für kleine Puppen mit beweglichen Gliedern, bes. solche, die auf Theatern durch Dräthe in Bewegung gesetzt werden können; daher (Gsts. 10, 185) „die Marionette“ oder der Mensch, der den Geist vorstellte; bildl. werden erbärmliche Menschen (K. u. L. II, 1) „Sclaven eines Marionettendraths“; „feile Sclavenseelen“ (Wst. T. I, 7) „Drathmaschinen einer Kunst“; schändlich unterdrückte Menschen (R. V, 1) „Puppen eines satanischen Spiels“ genannt; und (F. II, 17) sagt Fiesco zu dem stolzen Maler Romano: „Du prahlst mit Poetenhitze, der Phantasie marklosem Marionettenspiel, ohne Herz, ohne thatenwärmende Kraft“.

 
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