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Nadowessiers Todtenlied (Gedicht)Zum Gedicht Nadowessiers Todtenlied. früher unter dem Titel: „Nadowessische Todtenklage.“ Dies Gedicht aus dem Jahre 1797 ist die Frucht einer Reminiscenz aus einer Reise durch Nordamerika von Thomas Carver und beweist, daß Sch. es auch verstand, die einem wilden Volke innewohnende Poesie nachzuempfinden und dem, was er unbefangen in sich aufgenommen, gelegentlich einen treffenden Ausdruck zu geben. Goethe lobt an dem Gedichte „den ächten realistisch-humoristischen Charakter, der wilden Völker in solchen Fällen so wohl ansteht“; Viehoff die kräftig einsetzenden trochäischen Rhythmen, sowie die bestimmt schließenden männlichen Reime der kurzen Verse, welche der derben Sinnesart solcher Völker durchaus entsprechen. Dasselbe gilt auch von mehreren recht überraschend auftretenden Reimen. Sch. betrat mit diesem Gedichte ein Feld, durch welches das Gebiet der Poesie erweitert wurde und auf welchem Freiligrath später sein Nachfolger geworden ist. Humboldt empfand ein Grauen an dem Gedichte, was Goethe nur mit Rücksicht auf den Stoff gelten lassen wollte. Sch.’s Absicht, noch mehrere ähnliche Lieder folgen zu lassen, durch welche die Natur jenes Volksstammes zur Anschauung gebracht werden sollte, ist unausgeführt geblieben. |
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