Friedrich
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Natur

ist 1) die Gesammtheit aller geschaffenen Dinge, die Schöpfung, wie (Ged. D. Naturkreis):

„Alles, du Ruhige, schließt sich in deinem Reiche.“

2) der Inbegriff der in der Schöpfung wirkenden Kräfte, wie (D. C. I, 2), wo Don Carlos sagt:

„Wenns wahr ist, daß die schaffende Natur
Den Roderich im Carlos wiederholte.“

3) der Inbegriff der einem Wesen eigenthümlichen Eigenschaften und mit Rücksicht auf diese ein solches Wesen selbst, wie (Wst. L. Prol.):

„Der Kampf gewaltiger Naturen.“

oder bildl. für natürlich gebliebenes Wesen, wie (D. C. II, 8), wo Don Carlos zur Prinzessin Eboli sagt:

„Dir Mädchen, dir entdeck’ ich mich, der Unschuld,
Der lautern, unentheiligten Natur.“

Vergl. Ged. D. Genius, wo Natur in V. 2 die schaffende Kraft, in V. 3 das derselben eigenthümliche Wesen, in V. 4 zuerst die Schöpfung und dann die in ihr ruhende Wahrheit bezeichnet.

 
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