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Zephyr

(Myth.), ein Sohn des Asträus und der Aurora, ist eigentlich nichts Anderes als die Personification des kühlen, sanften West- oder Abendwindes, auf dessen Hauch sich die ganze Natur belebte; daher (Ged. D. Flüchtling): „die Zephyre kosen“; (Sp. u. d. L.): „buhlender Zephyr“ und (Ged. Würde d. Frauen):

„Aber wie leise vom Zephyr erschüttert,
Schnell die äolische Harfe erzittert.“

Die bildende Kunst stellte ihn als einen anmuthigen Jüngling dar, der in einer leichten Gewandung eine Menge Blumen trägt und mit ausgebreiteten Flügeln über die Fluren dahinschwebt; daher (Ged. Klage d. Ceres):

„Milder wehen Zephyrs Flügel.“

und (H. d. K.) bildlich von den Bewegungen beim Tanze:

„Dem schweren Körper geb’ ich Zephyrs Flügel.“

 
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