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Literatur
Karl Simrock
Das kleine Heldenbuch
I. Walter / Hildegunde
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11. Abenteuer
12. Abenteuer
II. Alphart
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III. Hörn. Siegfried
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IV. Rosengarten
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V. Hildebrandslied
Hildebrand
VI. Ortnit
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9. Abenteuer
VII. Hugdietrich
Hugdietrich
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Wolfdietrich
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13. Abenteuer
14. Abenteuer |
Hildebrand und Hadubrand
Aus dem achten Jahrhundert
Ich hörte sagen, sich
heischten zum Kampf
Hildebrand und Hadubrand unter Heeren zwein,
Des Sohns und des Vaters. Sie sahn nach der Rüstung,
Die Schlachtgewänder suchten sie, gürteten die Schwerter an,
Die Recken, über die Ringe, und ritten hin zum Kampfe.
Hildebrand erhob das Wort; er war der hehrere Mann,
Erfahrener und weiser; zu fragen begann er
Mit wenigen Worten, wer sein Vater wäre
Der Helden im Volke, "oder welcher Herkunft du seist.
Sagst du mir nur einen, die andern weiß ich mir:
Kind im Königreiche kund ist mir da Männiglich."
Hadubrand erhob das Wort, Hildebrands Erzeugter:
"Das sagten vor Alters mir unsere Leute,
Alte und weise, die eher dahin sind,
Dass Hildebrand hieße mein Vater; ich heiße Hadubrand.
Früh zog er gen Osten, floh vor Otackers Zorn
Hin mit Dietrichen und seiner Degen viel.
Er ließ im Lande der Hilfe ledig sitzen
Das Weib in der Wohnung und unerwachsenen Sohn,
Erblos das Volk, da er ostwärts hinritt.
Aber darben musste Dietrich seitdem
Meines Vaters, der freundlose Mann.
Dem Otacker war er eifrigst erzürnt;
Aber dem Dietrich der teuerste Degen,
Immer an des Volkes Spitze: Fechten war ihm stets zu lieb.
Kund war er allen kühnen Mannen:
Ich glaube nicht, dass er noch lebt - - -"
"Weiß es Allvater oben im Himmel,
Dass du nie hinfort mehr fährst zum Kampfe
Mit so gesipptem Mann - - - ".
Da wand er vom Arme gewundene Ringe
Aus Kaisermünzen, wie der König sie ihm gab,
Der Herrscher der Heunen: "Dass ich mit Huld dirs gebe."
Hadubrand erhob das Wort, Hildebrands Erzeugter:
"Mit Geren (Speeren) soll man Gabe empfahen,
Schärfe wider Schärfe. Du scheinst dir, alter Heune,
Doch allzu lose, lockest mich
Mit deinen Worten, willst mich mit deinem Speere werfen.
Bist so zum Alter kommen, dass du immer trogst.
Mir aber sagten Seefahrende
Westlich über den Wendelsee, hinweg nahm ihn der Krieg.
Tot ist Hildebrand, Heribrands Erzeugter."
Hildebrand erhob das Wort, Heribrands Erzeugter;
"Wohl hör ich das und sehe an deinem Harnische,
Du habest daheim noch einen guten Herrn,
Musstest nicht entrinnen noch aus diesem Reiche.
Weh nun, waltender Gott, Wehgeschick erfüllt sich!
Ich wallte der Sommer und Winter sechzig,
Dass man stets mich scharte zu der Schießenden Volk:
Vor keiner der Städte doch kam ich zu sterben;
Nun soll mich mit dem Schwerte das eigne Kind erschlagen,
Mit der Waffe treffen, oder ich sein Töter werden.
Doch magst du nun leichtlich, wenn dir langt die Kraft,
Von so ehrwürdgem Mann die Rüstung gewinnen,
Den Raub erbeuten, hast du irgend Recht dazu.
Denn der sei doch der ärgste der Ostleute,
Der dir den Kampf nun weigre nun dich so wohl des lüstet.
In handgemeiner Schlacht entscheide die Begegnung,
Wer von uns heute die Harnische räumen müsse,
Oder dieser Brünnen (Panzer) beider walten."
Da ließen sie zum Ersten die Eschen schmettern
In scharfen Schauern, dass es in den Schilden stand;
Dann stapften zusammen die Steinrandklaren,
Hieben harmlich die hellen Schilde,
Bis ihnen die Linden nicht mehr langten,
Zermalmt mit den Waffen - - -
Ü
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