Sechstes Abenteuer
Wie Ortnit die Königin entführte
Wie übeln Heiden hatt er
geäfft so säuberlich:
Da hob sich von den Zinnen der kleine Elberich
Über Stöck und über Steine hin wo er Ortnit fand;
Dem war sein Ross er müdet, also hatt er es gerannt.
Noch saß der alte Heide
versperrt in seinem Haus,
Vor Zorn und vor Grimme rauft' er den Bart sich aus:
"Dass ich dem Lamparter die Schande muss ertragen!"
"Tut auf," rief ein Kämmrer, "ich will euch gute Märe sagen."
"Sag an," sprach der Heide,
"sind die Mären gut."
"Ich will eur Herz erleichtern und euern trüben Mut:
Unsre Götter beide sind wiederum herein;
Des hat sie erbeten die jungen Königin rein."
Im Zorne sprach der Heide:
"Ja Herr! Wo ist mein Kind?"
"Sie ist noch vor der Pforte, wo ihre Götter sind." -
"O weh," sprach der Alte, "wie ich unselig bin!
Wohlauf nun zu den Rossen, meine Tochter ist dahin!"
Die da bei ihm waren, die
säumten länger nicht:
In manchen festen Panzer, in gute Helme licht
Wurden sie gewappnet, ihr Leib darin bewahrt:
Zwanzigtausend Heiden in Ringen ritten geschart.
Auf schnellen Rossen setzten
sie all den Christen nach:
Das schuf dem Lamparter bald großes Ungemach.
Der sah ihn fernher reiten bei hellem Mondenlicht;
Sein Ross war so ermüdet, er konnte weiter nicht.
"Nun rat uns Zwein das Beste,
lieber Elberich.
O weh, wem soll ich lassen das Mägdlein wonniglich?
Nun müssen lichte Ringe von Blute werden rot.
Eh ich mich von ihr schiede, eh läg ich neben ihr tot."
Mit Züchten sprach der Kleine:
"Das hab ich nicht bedacht
Wie ich dich weiter bringe, du flöhest dann mit Macht.
Doch weiß ich in der Nähe einen ungefügen Bach:
Willst du hinüber weichen, wir finden jenseits Gemach."
"Weh," sprach die Königstochter,
"es ist wohl nur dein Spott:
Wie magst du so dich fürchten? Hilft dir denn nicht dein Gott?
Wie bin ich dem entronnen, der mich so lang erzog?
Ists ein Gespenst gewesen, das mich her zu dir betrog?
"Doch rat ich dir das Beste,"
sprach die Königin,
"Den sollst aus allen Kräften meinen argen Vater fliehn:
Dein Leben ist verloren, ergreift dich seine Hand;
Ich mag euch nicht mehr folgen, setzt mich herab auf das
Land."
Da sprach der Lamparter:
"Das tu ich nimmermehr,
Und stünd ich ganz alleine vor deines Vaters Heer.
Von solchen Dingen sollst du mir, schöne Magd, nicht sagen.
Eh ich von dir ließe, lieber ließ' ich mich erschlagen."
Da wies ihn hin der Kleine
wo er das Wasser fand.
Da sprang der Lamparter vom Sattel auf das Land.
Das Ross ließ er laufen, es war nicht hoch genug:
Die Magd er in den Armen über das tiefe Wasser trug.
Ferne von dem Bache setzt'
er sie ans Land,
Und nahm den Schild zum Arme, das Schwert an die Hand:
Wie viel der Feinde kamen, er setzte sich zur Wehr;
Hinweg ritt der Kleine und wollt ihm bringen das Heer.
Dass sie das Wasser fanden,
das kam ihm zu Statten:
Der Heiden waren wenig noch, die es durchwatet hatten.
Bald aber kam der Heide im Grimm mit seiner Schar;
Seine Güte nahm Urlaub, der vergaß er ganz und gar.
Der Zwerg dem Freund zu helfen
war schnell und unverzagt:
Er hätte gern dem Reußen die Märe gleich gesagt;
Da war ihm allzu ferne der König mit dem Heer:
Ortnit ward bestanden mit gar ingrimmiger Wehr.
Vom Wasser kam der Heide
gezogen mit Gewalt:
Da schlug der Lamparter alleine Jung und Alt.
Er musste mächtig streiten, das er ließ man ihm nicht:
Er schlug soviel, das Wasser dämmte schier der Leichen
Schicht.
Zuletzt bezwang ihn Müde
noch also langer Schlacht;
Ihm wich aus den Armen alle Kraft und Macht.
"Ich kann nicht ferner streiten: o weh, wo soll ich hin!
Heran von allen Seiten seh ich die Heiden ziehn."
Da wär der Lamparter eines
Friedens gern gewährt.
Er sprach zu den Heiden: "Nehmet hin mein Schwert,
Ich gebe mich gefangen, lasst ihr mir das Leben:
Auf Eure Gnad und Treue will ich das Schwert euch übergeben."
"Nein, meiner Tochter willen
geht es dir an den Leib."
"Warum?", sprach der König, "sie ward doch nie mein Weib."
"Alle die da leben erretten dich nicht mehr."
Da sprach der Lamparter: "So setz ich noch mich zur Wehr,
"Ihr sollt mein Leben gelten
so teur ich immer mag."
Da sah er Leute reiten, vernahm der Hufe Schlag
Da sprach der Lamparter: "Ich weiß nicht wie ich tu:
Von allen Seiten drängen die übeln Heiden herzu."
Sein Ross durch das Wasser
schwemmte mancher Held.
Zuvorderst ritt der Reuße und schwang sich auf das Feld,
Wo der Lamparter der Freude gar vergaß.
"Wehr dich, Ortnit, wehr dich," sprach von Reußen Ilias.
Da sprach der Lamparter:
"Ich bin zu schwach zum Streit.
Ihr Helden sollt mir helfen, da ihr geruhet seid.
Ich fand noch all mein Leben nie größere Beschwer.
Oheim, nimm die Rose, ich kann nicht streiten mehr."
Wohl freute sich der Reuße,
da er die Rose fand:
Er nahm dem Lamparter das Schwert aus der Hand.
Von Christen und von Heiden ward der Streit noch groß.
Da fiel der Lamparter der schönen Magd in den Schoß.
Die Maid auf seine Bitte
den Helm ihm niederband:
Einen seidnen Schleier nahm sie in die Hand.
Wohl war dem edeln Fürsten im Streit geworden heiß:
Sie wischt ihm von den Augen den Staub und auch den Schweiß.
Als ihn der üble Heide im
Schoß ihr liegen sah,
Daran geschah ihm leider als ihm noch je geschah:
Aller seiner Sinne ward er bloß und bar,
Urlaub nahm seine Güte, der vergaß er ganz und gar.
Wohl fürchtete die Tochter
des argen Vaters Zorn;
Da sprach wohl gezogen das Mägdlein hochgeboren:
"Nun fürcht ich erst von Herzen den armen Vater mein:
Siegt er in dem Streite, es muss euer Ende sein.
Er sieht euch gar ungern
auf meinem Schoße liegen:
Er martert euch zu Tode, kann er euch besiegen."
"Ich wollt, ich wär euch näher gelegen, schöne Maid:
Was mir darum geschähe, das schüfe mir wenig Leid.
Uns mag noch wohl gelingen,"
sprach der König hehr:
"Ihr schaut nun wohl im Leben Suders nimmermehr.
Ich getraue Gott vom Himmel und den edeln Helfern mein,
Ihr sollt in Lamparten gewaltge Königin sein."
Da sprach das schöne Mägdlein:
"Das schmerzte mich zu sehr,
Sollt ich meinen Vater schauen nimmermehr
Und meine liebe Mutter," sprach die stolze Maid.
"So müsst ich es entgelten; es wär auch Machmet leid."
Da sprach der Lamparter:
"Edle Königin,
Vater und Mutter schlag dir aus dem Sinn:
Die will ich dir ersetzen: Du sollst mir werden hold.
Du hast im Lamparten auch Silber und rotes Gold."
"Um Gold will ich nicht klagen,"
sprach das Mägdelein,
"Doch müssen die mich reuen, die um mich allein
Hier vor mir das Leben so jämmerlich verloren.
Drum klag ich Apollen, dass ich je ward geboren.
Was um meinetwillen hier
Mordes ist vollbracht,
Das erbarme Machmet! Dass mein je ward gedacht,
Dass ich je ward geboren, das sei Apollen leid!"
Also sprach mit Weinen diese kaiserliche Maid.
Da sprach der Lamparter:
"Es wird nicht anders mehr:
Du sollst dein Weinen lassen, Königstochter hehr.
Wird aber in dem Streite zuletzt der Sieg noch mein,
So soll der üble Heide fürwahr genießen dein."
Des sprach ihm Dank von Herzen
die herrliche Magd.
Sie küsst' ihn vor Liebe, den Fürsten unverzagt.
Da mochten doch die Christen die Heiden nicht besiegen,
So viel man sah der Toten vor dem kühnen Reußen liegen.
Auch hatt er von dem Heiden
große Not erlitten.
Da kam der Reußenkönig aus dem Streit geritten.
"Bereite dich, mein Neffe, es ist wieder an der Zeit:
Ich kann nicht mehr fechten, hebe du dich in den Streit."
Da sprach der Lamparter:
"Fürwahr, das soll sein!
Du sollst mir Heil erflehen, liebe Herrin mein.
Ich weiß wohl was sie wollen: Des werden sie gewährt."
Da sprach er zu dem Reußen: "Nun gib mir wieder mein Schwert!"
Der edle Lamparter sprang
empor zuhand:
Mit unverzagtem Mute den Helm er überband.
Da empfing die Rose wieder der Degen lobesam:
"Man sieht mich heut noch sterben oder rächen meinen Bann."
Da hob sich bald der Degen
hin an die Heidenschaft:
Die er erreichte, starben vor seiner Heldenkraft.
In dem harten Sturme fiel mancher hin zu Tal;
Doch fielen auch die Christen vor den Heiden ohne Zahl.
Da sprach der Lamparter: "O
weh dieser Not!
Es liegen meiner Helden viertausend wieder tot!"
Da schlug er auf die Heiden mit wachsendem Zorn:
Es mussten vor ihm weichen die das Banner trugen vorn.
Da sprach zu der Jungfrau
der kleine Elberich:
"Jetzt muss dein Vater sterben, das wisse sicherlich."
Da ward um den Vater der Jungfrau Angst so groß,
Ihr fielen von den Augen die Zähren in den Schoß.
"Soll mein Vater sterben,
so sei es Gott geklagt.
Doch kann ichs nicht verdenken," so sprach die schöne Magd.
"Er mag wohl kaum genesen, so grimmig ist sein Mut;
Auch weiß ers zu verdienen was er ihm zu Leide tut."
Da sprach der Lamparter:
"Nun gilt es dein Leben:
Du wolltest mir nicht Frieden auf mein Bitten geben."
Die Heiden fasst' ein Schrecken vor seiner Hiebe Wucht.
Sie warfen hin das Banner und nahmen jählings die Flucht.
Man sah den Lamparter
seinen Schwäher jagen;
War nicht die Jungfrau', so hätt er ihn erschlagen.
Sie flohn gen Montabauer und schlossen zu das Tor;
Ortnit und die seinen, die standen alle davor.
Da waren die Heiden vom
Streiten stumm und taub;
Die Christen aber nahmen reichlichen Raub,
Viel der lichten Ringe, Ross und Gewand.
Da eilte der Lamparter hin wo er die Jungfrau fand.
Da sprach der Lamparter:
"Nun wie gehabst du dich,
Herrin und Freundin? Steh auf, und küsse mich."
Sie sprach: "Das tu ich nimmer: Erst musst du mir sagen
Auf deine Treue, König: Ist mir mein Vater erschlagen?"
"Ihr sollt mir hold sein," sprach er,
"viel minnigliche Maid.
Ich ließ euern Vater genesen in dem Streit;
Wenn ihr nicht wart, ich hätt ihm das Leben genommen."
Da sprach die Jungfrau wieder: "So sei mir herzlich
willkommen!"
Wie lieblich sie den König
mit Armen umschloss!
Dass noch ihr Vater lebte war ihre Freude groß:
Sie küsste den Lamparter an seinen roten Mund.
Da hbu sich von dannen das Heer in kurzer Stund.
Die noch genesen mochten,
die führten sie hindann.
Siecher und Gesunder hatt er kaum tausend Mann;
Sie konnten sich in Suders nicht schützen und bewahren:
Sie mussten mit den Frauen wohl nach den Kielen fahren.
Da führte man sie fröhlich
in Barken auf das Meer:
Da hatt er vor den Heiden keine Sorge mehr;
Sie mochten auf dem Wasser vor Streit wohl sicher sein.
Elberich und der Reuße tauften ihm das Mägdelein.
Nach christlichem Glauben
man sie ins Wasser stieß;
Auf der Burg zu Garten Frau Sidrat man sie hieß.
Eh sie zu Lande kamen, ward ein Weib die Maid;
Vater und Mutter vergaß sie beide nach der Zeit.
Sie schwebten auf dem Meere
wohl gegen zwanzig Tagen
Eh sie zu Lande kamen, so hören wir sagen.
Am zwanzigsten Morgen kamen sie gen Messin:
Da empfing ihn wohl der Heide, willkommen hieß er ihn.
In Garten ihm entgegen
eilte Weib und Mann,
Sie empfingen wohl die Fraue und den Kaiser lobesam.
Auch empfing mit Ehren seine liebe Mutter ihn;
Da ward die Königstochter eine gekrönte Kaiserin.
Da sandte der Lamparter
Boten rings ins Land
Zu Freunden und Verwandten: denen macht' er das bekannt,
Wer da schauen wollte das schöne Mägdelein;
Dem milden König werd er lieb und willkommen sein.
Da kamen blad die Besten
herbei aus allem Land.
Eine große Hochzeit hub sich da zuhand.
Es ward an dem Hofe das Gelag so groß,
Der Fahrenden gar mancher dieser Hochzeit wohl genoss.
Das Hofgelage währte bis an
den neunte Tag,
Dass man an dem Hofe großer Freude pflag.
Turnieren, Stechen, Rennen, wes nur das Herz begehrt,
Des würden sie gerne von dem reichen Kaiser gewährt.
An dem vierten Morgen
sprach die Kaiserin:
"In großen Freuden bringen wir, Herr, die Tage hin
So gar ohn alle Sorgen: Das will ich dir gestehn;
Wo ist dein Gott verborgen? Wann lässt du mich den sehn?"
Da sprach der Lamparter:
"Meinen Gott kann niemand sehn:
Wer ihn will erkennen, muss seine Kraft erspähn.
Er gibt mir mehr des Gutes als ich verdienen kann;
Er gab mir Gut und Ehre und alles was ich gewann."
Sie sprach: "Lieber Herre,
mach mir ihn doch bekannt:
Eh ich dich noch gesehn in meines Vaters Land,
Hat er um mich geworben wie es dein Wille war,
Hat an den Hals geschlagen meinen lieben Vater gar."
Da sprach der Lamparter:
"Königstochter hehr:
Das ist kein Gott gewesen, Elberich hieß der:
Er weiß mehr der Listen als ich dir sagen mag."
Sie sprach: "Sollt ich den schauen, so hätt ich fröhlichen
Tag."
Da sprach der Lamparter:
"Lieber Elberich,
Lass die Königstochter doch heute schauen dich;
Die Ritter und die Knechte, die lass dich alle sehn:
Mir kann zu diesen Zeiten wenig Lieberes geschehn."
Das wollt er ihm gewähren. Er
zeigt ihm manchen Stein,
Der aus dem lichten Golde warf sonnenhellen Schein.
Von Rubinen und Karfunkeln war die Krone reich genug,
Die auf seinem Haupte der kleine Elberich trug.
Da ließ das Gezwerge sich
von den Leuten schaun;
Sie sahn es alle gerne, die Männer und die Fraun.
Aus rotem Munde sprachen viel schöner Frauen da:
"Ich wähne, dass keine Auge schöner Bild noch ersah."
Da sprach die Königstochter
zu ihm gezogenlich:
"Wer halb dir bei dem Wunder, lieber Elberich,
Da du meine Götter warfest in den Graben?
Wie du das vollbrachtest, des muss mich Wunder haben."
Mit Züchten sprach der Kleine:
"Die Kraft hab ich wohl:
Hättest du drei Kiele deiner Götter voll,
Ihrer setzte Keiner sich gegen mich zur Wehr:
Mit meinen beiden Händen würf ich sie all ins Meer."
Da sprach die Königstochter:
"So muss ichs übersehn,
Was auch meinen Göttern von dir ist geschehn.
Auf er Burg zu Garten sollst du bei mir sein,
So vergess ich meines Vaters und der lieben Mutter mein."
Da sprach mit großen Züchten
der kleine Elberich:
"Dir sitzt der Lamparter zur Seite: Sicherlich,
Es kürzt dir wohl die Weile die Nacht und auch den Tag,
Der Vater und Mutter dir gar wohl ersetzen mag."
Da trug der kleine Elberich
eine Harfe in den Saal:
Er rührte so geschwinde die Saiten allzumal,
Und mit so süßem Tone, dass ihm der Saal erscholl:
Die ihn sahn und hörten, ihre Freude wurde voll.
Da sprach der reiche Kaiser:
"Ich wähl euch Frauen klar,
Die euch zur Seite gehen und sitzen immerdar,
Die euch den Psalter lehren schrieben und lesen:
So mögt ihr an der Seelen, edle Frau, wohl genesen."
Sie sprach: "Lieber Herre,
das tut immerhin."
Christenglauben lehrte man da die Königin:
Pfaffen und Mönche lehrten sie Gottes Wort;
Dem heidnischen Orden entsagte sie hinfort.
"Nun rat ich," sprach der Kleine:
"Du hast hieher geladen
So manchen fremden Waisen: Dem ersetze seinen Schaden.
Silbers und Goldes geb ich dir also viel,
Reich machen kannst du jeden, der es von dir nehmen will.
Dem die Freude liegen um
deinetwillen tot,
Dem sollst du das vergüten mit meinem Golde rot;
Die keine Kinder ließen, gedenk an ihre Fraun."
Da mochte man getröstet manchen Trauernden schaun.
Ross und lichte Ringe gab
der Kaiser hehr:
Froh wurde von der Gabe der traurig war bisher.
Er gab so viel des Goldes und also reich Gewand,
Des Königs Hofgelage ward kund in manchem Land.
Da er seine Gabe so
mildiglich gegeben,
Da sah man die Leute gar wonniglich leben,
Bis ihnen Urlaub gaben Kaiser und Kaiserin.
Von Ortnits Abenteuern ist nun das sechste hin.
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