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Amethyst
|

Amethyst, Minas Gerias |
Klasse (Dana) |
4 Oxide und Hydroxide
4/D1 Oxide
4/D1.01 Quarz Reihe |
|
Klasse (Strunz) |
|
|
Chemische Formel |
SiO2, Siliziumoxid |
|
Varietät
von |
Quarz |
|
Kristallsystem |
trigonal |
|
Farbe |
zahlreiche violette Schattierungen, die Farbe
entsteht durch Beimischungen von Fe3+ und Fe2+ |
|
Strichfarbe |
weiß |
|
Glanz |
Glasglanz, Fettglanz |
|
Transparenz |
durchsichtig, undurchsichtig |
|
Erkennung |
Farbe, Kristallverhalten, Härte, Streifen,
keine Spaltbarkeit, guter muschelförmiger Bruch |
|
Name
Der Name "Amethyst" leitet sich vom griechischen
"ametystos" ab und bedeutet soviel wie "nicht betrunken". Dies kommt
vielleicht aus dem Glauben, dass der Amethyst die Auswirkungen des Alkohols
unterdrückt.
Glaubwürdiger ist jedoch die Auslegung, dass die Griechen die Farbe ihres Weines in
einigen Steinen entdeckten. Im Altertum galt der Amethyst trotzdem als Amulett gegen
Trunkenheit. Seine Farbe ist einmalig und oft werden weit wertvollere violette Edelsteine
mit seiner Farbe und Schönheit verglichen. Alle Amethysten haben die violette Farbe in
unterschiedlichsten Schattierungen.
Geschichte
Bereits die Ägypter, Etrusker und Römer kannten den Amethysten. In
China wurden kleine Gemmen aus ihm hergestellt. Im Mittelalter wurde er auch als
Bischofsstein bei kirchlichen Würdenträgern in Europa geschätzt.
Die Bibel
erwähnt den Amethysten auch mehrmals.
Amethyste wurden oft in Krönungskleinodien verwendet, z.B. im
Zepter von Katharina der Großen oder im Zepter der britischen Krone. Zum Vatikanschatz
gehört der "päpstliche Amethystring".
Kristallverhalten
Amethysten treten in langen prismatischen Kristallen auf, die an
beiden Enden eine sechsseitige Pyramide haben, oder sie bilden Drusen aus und zeigen nur
ein Ende. In der Regel sind die Kristalle auf einer Unterlage aufgewachsen. Die Prismen
sind meistens schwach entwickelt. Die kräftigsten Farbtöne bilden sich in den Spitzen.
Als Mineralprobe sind Amethysten sehr beliebt wegen ihrer Farbe und hübschen
Kristallform, die gut aussehende, violett funkelnde Büschel bilden.
Verwendung
Oft werden aus Amethysten Edelsteine geschnitten, die in
Güteklassen Sibirien (hohe Güteklasse), Uruguay (mittlere Güteklasse) oder Bahrain
(niedrige Güteklasse) eingeteilt werden. Wegen der Fleckigkeit der Farbverteilung in den
Kristallen, werden Amethysten oft als runde Brillanten geschliffen, um die Farbe zu
verstärken. Andere Schnitte werden verwendet, wenn die Farbe besser verteilt ist.
Die violette Farbe ist traditionell die Farbe der Königshäuser und
der Amethyst wurde als Schmuck der reichen und mächtigen Monarchen und Regenten
verwendet. Heute ist der Amethyst ein wunderbarer und erschwinglicher Edelstein, der in
einer Vielzahl geschliffener und ungeschliffener Steine verfügbar ist.
Behandlung
Wird der Amethyst bei 470°C bis 750°C gebrannt, entstehen
hellgelbe, rotbraune, grüne oder farblose Varietäten, z.B. werden so die meisten, auf
dem Markt erhältlichen,
Citrine
hergestellt. Einige Amethyste können bei Tageslicht allmählich ausbleichen. Werden diese
jedoch mit Radiumstrahlung behandelt, ist die Ursprungsfarbe wieder herstellbar. Die Farbe
ist durch Spuren von Eisenionen in Verbindung mit der Höhenstrahlung entstanden.
Weitere Varietäten des Quarzes
Amethysten sind nur eine der verschiedenen Varietäten des
Quarzes. Andere Varietäten, die
makroskopische Kristalle ausbilden sind folgende:
-
Citrin ist ein
gelber bis orangener Edelstein, der in der Natur selten vorkommt und oft durch das
Erhitzen von Amethysten erzeugt wird.
-
Milchquarz ist
die weiße Varietät.
-
Bergkristall ist
eine klare Varietät, die auch als Edelstein verwendet wird.
-
Rosenquarz ist
eine rosa bis rötliche Varietät.
-
Rauchquarz ist
eine braune bis graue Varietät
|
|
Kristallverhalten |
durch die weite
Verbreitung gibt es sehr unterschiedliche Formen, üblich sind hexagonale Prismen, die mit
sechsseitigen Pyramiden abgeschlossen werden. Drei der sechs Seiten einer Pyramide können
dominant sein. Links- und rechtsdrehende Kristalle können nur durch die kleineren
trigonalen Pyramidenflächen bestimmt werden. Drusen. Auch massiv. |
|
Spaltbarkeit |
keine |
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Spaltrichtungen |
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|
Bruch |
muschelförmig |
|
Zähigkeit |
sehr spröde |
|
Härte |
7 |
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Dichte |
2,63 ... 2,65 |
|
Geschmack |
|
|
Geruch |
|
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Gefühl |
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|
Lumineszenz |
Fluoreszenz: schwach
grünlich |
|
Brechungsindex |
Ne 1,543, No 1,554 |
|
Doppelbrechung |
+0,009 |
|
Dispersion |
0,013 (0,008) |
|
Pleochroismus |
meistens schwach,
manchmal mit bloßem Auge wahrnehmbar: rötlich violett, grau-violett |
|
Interferenz |
|
|
Absorption |
550 ... 520 |
|
Magnetismus |
|
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Anlauf |
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Flammenfärbung |
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Lösbarkeit |
|
|
Lösverhalten |
|
|
Weitere Eigenschaften |
Sattfarbene
Steine können im Licht ihre Farbe verlieren. Streifen auf den Prismenoberflächen
laufen entlang der C-Achse, piezoelektrisch |
|
Verwendung |
Schmuckstein,
Ornamentstein |
|
Bearbeitung |
Facettenschliff,
Cabachons, Trommelsteine, größere und kleinere Glypten |
|
Vorkommen |
Die Amethysten
unterscheiden sich je nach Fundort. Experten können den Fundort eines bestimmten
Amethysten durch die Farbe, Kristallform, Einschlüsse, Verbindung und Art der Formation
erkennen. Die folgende Liste enthält einige Fundorte mit den Merkmalen der dort zu
findenden Amethysten:
- Afrika: Gewöhnlich sind die Kristalle
groß, aber nicht attraktiv. Jedoch ist die innere Farbe und Klarheit sehr gut. Polierte
Scheiben und Einschließungen sind genauso wie viele Edelsteine sehr gefragt.
- Brasilien, Maraba: Große Kristalle mit
einer unattraktiven Oberfläche und einer blassen mit mittleren Farbe. Sie sind oft
eingekerbt oder in Scheiben unterteilt.
- Brasilien, Minas Gerias und Rio Grande do Sul,
Bahaia: Die Kristalle bilden Drusen aus, die sich manchmal in großen
vulkanischen Steintaschen befinden. Einiger dieser Drusen bilden regelrecht Bäume aus,
die vor Millionen von Jahren durch Lava eingeschlossen wurden. Andere Steintaschen sind
nur Gasblasen in der Lava, die ziemlich groß sein können. Die Kristalle bilden leicht
bis mittel gefärbte Kristalle aus, die nur an den Spitzen eingefärbt sind. Die meisten
Cluster sind zusammen mit grauen, weißen und blauen Achaten gebildet und haben ein
grünes Äußeres. Manchmal ist
Calcit
verbunden und Einschlüsse von
Cacoxenit
sind üblich.
- Deutschland: verbunden mit
farbenprächtigen Achaten, die in Drusen eine leicht eingefärbte Kruste bilden.
- Indien
- Italien: Wie die Kristalle von Vera Cruz,
nicht so schön ausgeprägt, aber mit einer guten gleichmäßig verteilten Farbe.
- Kanada, Thunder Bay: ein klarer rote
Hematit-Einschluss unter der Oberfläche
des Kristalls ist einzigartig für diesen Fundort. Vorkommen als Drusen, die sich in
schmalen Spalten des alten metamorphen Gesteins gebildet haben.
- Madagaskar
- Mexiko, Guerrero: dunkelviolette
prismatische Kristalle, die von einem gemeinsamen Haftpunkt aus wachsen. Sie haben ein
violettes Inneres mit einem Äußeren aus klaren oder weisen Quarz. Diese gehören zu den
wertvollsten Amethysten der Welt.
- Mexiko, Vera Cruz: sehr blasse, klare,
prismatische Kristalle, die manchmal zwei Enden haben und auf einem leicht gefärbten
Wirtsstein gewachsen sind.
- Russland, Ural: Eine sehr klare und dunkle
Varietät, die für teure Edelsteine geschnitten wird. Natürliche ungeschnittene Cluster
sind sehr selten zu haben.
- Uruguay: Die Kristalle sind dunkel bis
mitteldunkel und bilden Drusen aus, die sich innerhalb von vulkanischen Gasblasen gebildet
haben. Außen weisen diese eine graue oder braune Farbe auf. Gewöhnlich sind diese
Kristalle komplett eingefärbt, nicht so wie die brasilianischen Kristalle. Oft sind sie
zusammen mit vielfarbigen Achaten zu finden, die rot, gelb und orange enthalten. Häufig
sind vom Amethysten überzogene Stalaktiten und andere ungewöhnliche Formationen zu
finden.
- USA, Colorado: Drusen, die schmale Brüche
innerhalb des Standgesteins gefüllt haben. Oft auf Krusten aus grünem Fluorit. Die
Kristalle sind dunkel, aber ziemlich klein.
- USA, Colorado
USA, Maine: Dunkle Drusen, die nicht sehr verbreitet sind.
- USA, Montana
- USA, North Caralina: Drusen, die eine
bläulich-violette Tönung haben.
- USA, Pennsylvania: Drusen, die sich in
Brüchen des metamorphosen Gesteins gebildet haben. Sie sind gewöhnlich
bräunlich-violett und haben eine fleckige Farbe
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Gesellschaften |
sind zahlreich:
Amazonit,
Beryll,
Calcit,
Fluorit,
Gold,
Hämatit,
Muskovit,
Pyrit,
Rutil,
Spodumen,
Topas,
Turmaline (besonders
Elbait),
Wolframit, Zeolit |
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