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Fluorit
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Fluorit |
Klasse (Dana) |
3 Halide
3/A1 Einfache Halide
3/A1.06
Anhydrogene Halide |
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Klasse (Strunz) |
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Chemische Formel |
CaF2 |
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Varietät |
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Kristallsystem |
kubisch, 4/m bar 3 2/m |
|
Farbe |
sehr variabel, von intensiv violett, blau, grün
oder gelb, aber auch klar, rötlich orange, pink, weiß und braun. Ein Kristall kann
mehrer Farben haben. |
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Strichfarbe |
weiß |
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Glanz |
Glasglanz |
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Transparenz |
transparent bis durchsichtig |
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Erkennung |
Kristallverhalten, Härte (härter als Calcit,
aber weicher wie Quarz und Apatit), fluoreszierend, bandförmige Anordnung der Farben,
Spaltbarkeit |
|
Fluorit ist ein Mineral mit einer wunderbaren Anzahl
verschiedener brillanter Farben. Die Farben reichen von violett, blau, grün, gelb,
farblos, braun, pink, schwarz bis zu einem rötlichen orange ist verblüffend und wird nur
durch das Edelsteinmineral
Elbait (bekannt
durch den Turmalin) erreicht. Farbtöne zwischen den
erwähnten Farben sind auch möglich und so ist es nicht verwunderlich, dass Fluorit den
Ruf als "farbenprächtigstes Mineral der Welt" hat.
Die violette Farbe ist die bekannteste und
beliebteste
Farbe des Fluorits. Es kann aber sehr leicht mit dem violett des Amethysten verwechselt
werden. Problem des Fluorits und Amethysts der gleichen Schattierung werden oft zur
Verdeutlichung benutzt, dass die Farbe nicht als einzigstes Identifikationsmerkmal für
Mineralien verwendet werden darf.
Viele Mineralproben des Fluorits haben eine einzige
Farbe, doch ein wesentlicher Prozentsatz hat mehrere Farben, die in Bändern oder Zonen
angeordnet sind. Ein Fluoritkristall kann ein farbloses Äußeres haben und einen
violetten Würfel aufweisen. Ein Kristall kann vier bis fünf unterschiedliche Farbzonen
aufweisen.
Neben der Farbe hat der Fluorit auch andere
Qualitäten. Er bildet verschiedene Kristalle aus. Der Würfel ist das bekannteste
Kristallverhalten, aber auch Oktaeder werden bei höheren Temperaturen ausgebildet. In
Edelsteingeschäften findet man häufig gespaltete Oktaeder, natürliche Oktaeder sind
viel schwieriger zu finden.
Das seltenere Kristallverhalten des zwölfseitigen
Dodekaeders wird nie selbst gefunden, sondern manchmal werden bei kubischen Kristallen die
Kanten durch eine flache Fläche des Dodekaeders ersetzt. Der Tetrahexaeder mit seinen 24
Seiten verändert auch nur kubische Kristalle. Die fünfte Form ist der Hexoktaeder, der
den Würfel mit sechs Flächen an jeder Ecke ändert. Zwillingsbildung ist bei Fluorit
weit verbreitet.
Fluorit hat eine oktaederförmige Spaltbarkeit, d.h.
dass es vier Spaltrichtungen hat. Wird es richtig gespalten bildet es perfekte
oktaederförmige Kristalle. Viele tausend Oktaeder werden von massiven oder großen
unansehlichen Kristallen des Fluorits gemacht. Die Oktaeder sind sehr beliebt durch ihre
attraktive Farben, Klarheit, "Diamand"-Form und niedrigen Kosten. Der ernsthafte
Sammler sieht in ihnen nur Spaltfragmente.
Fluorit ist nicht nur selbst interessant, sondern tritt
auch in Gesellschaften mit anderen Mineralien auf: grauer Grant, Pyrit,
Markasit,
Barit, Sphalerit,
Calcit, Quarz und sogar
Amethyst.
Zusätzlich ist Fluorit fluoreszierend. Die Farbe, in
der er fluoresziert ist ähnlich der seiner sichtbaren Farbe. Typisch sind grün, violett,
weiß oder blau. Die Fluoreszenz beruht auf organischen Einschlüssen, Elemente der
Seltenen Erden und oder ungebundenem Fluor. Die Bezeichnung "Fluoreszenz" wurde
von Fluorit abgeleitet, da es eines der ersten Mineralien war, an dem man Fluoreszenz
untersuchte.
Der Name des Fluorits kommt von seinem Einsatz als
Flussmittel bei der Stahl- und Aluminiumverarbeitung. Auch wird es als Rohstoff für Fluor
für Flusssäure und fluoriertes Wasser verwendet. Auch das Element Fluor erhielt seinen
Namen vom Mineral Fluorit. Eine ungewöhnliche Anwendung ist die Verwendung als Edelstein
(niedrige Härte und gute Spaltbarkeit vermindern die Einsatzfähigkeit), Schnitzereien
(manchmal irreführend als grüner Quarz bezeichnet und für optische Anwendungen.
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|
Kristallverhalten |
typisch Würfel, in kleinerem Umfang Oktaeder
genauso wie Kombinationen dieser zwei und anderer seltener kubischer Kristallformen. Selten
Krusten oder traubenförmig. Zwillingsbildung, Durchdringungszwillinge. |
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Spaltbarkeit |
perfekt in 4 Richtungen, Oktaeder bildend |
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Spaltrichtungen |
4 |
|
Bruch |
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Zähigkeit |
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Härte |
4 |
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Dichte |
3,1 |
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Geschmack |
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Geruch |
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Gefühl |
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Lumineszenz |
fluoreszierend blau oder seltener grün, weiß
oder violett |
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Brechungsindex |
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Doppelbrechung |
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Dispersion |
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Pleochroismus |
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Interferenz |
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Magnetismus |
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Anlauf |
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|
Flammenfärbung |
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Lösbarkeit |
|
|
Lösverhalten |
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Weitere Eigenschaften |
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|
Verwendung |
Als Flussmittel
beim Verhütten von Eisen (daher
auch der Name), seltener Edelstein, Rohstoff für Fluor, als spezielle optische Linsen und
als Mineralprobe |
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Bearbeitung |
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|
Vorkommen |
weltweit
China
Deutschland
England, Cumberland
Kanada, Ontario, Bancroft
Marokko
Mexiko, Chihuahua, naica
Spanien
USA, Colorado, Nancy Hanks Mine
USA, Indiana, Fort Wayne
USA, Ohio, Pugh Quarry
USA, Ohio, Wood County
USA, Tennessee, Elmwood |
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Gesellschaften |
Calcit, Quarz,
Barit, Witherit,
Apatit, Pyrit
und andere Sulfite |
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