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Kornerupin

  Klasse (Dana) 8 Silikate
8/B1 Nesosilikate
8/B1.4 Beryllium- und Bor-Nesosilikate
8/B1.4.1 Gruppe Datolit - Gadolinit
Klasse (Strunz)  
Chemische Formel Mg4(Al,Fe)6(Si,Al,B)5O21(OH)
Varietät  
Kristallsystem orthorhombisch, 2/m 2/m 2/m
Farbe grün, farblos, weiß, pink, gelb oder braun
Strichfarbe weiß
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis transparent
Erkennung Farbe, Fundort, Pleochroismus, Härte

Kornerupin ist ein seltener Edelstein und eine entsprechend seltene Mineralprobe. Es beansprucht Ruhm durch seine wunderschöne smaragdgrüne Farbe. Diese Farbe ist der Farbe von Smaragden sehr ähnlich. Kornerupin hat aber einen höheren Brechungsindex und hat auch die typischen Einschlüsse des Smaragds. Zur Unterscheidung verwendet man den Pleochroismus von Kornerupin. Pleochroismus bedeutet, dass man unterschiedliche Farben aus unterschiedlichen Blickrichtungen erkennen kann. Bei Kornerupin wechseln die Farben von einem gelblichem grün zu einem bräunlichen rot, wenn der Kristall zum Betrachter hin entsprechend bewegt wird. Grün ist aber nicht die einzigste Farbe von Kornerupin, es hat auch attraktive braune, gelbe und pinkene Farbtöne.

Kornerupin wird den Smaragd nie ersetzen und wird wegen seiner Seltenheit nie als Fälschung verwendet werden. Nicht nur dass Kornerupin selten ist, ist auch die grüne Farbe eine seiner selteneren Farben. Kornerupin wird nicht wirklich für das allgemeine Publikum geschliffen, er ist mehr ein Stein für Sammler.

Kornerupin wird oft in gewissen Edelsteinkiesen, wie in Sri Lanka, gefunden. Diese Lagerstätten, Placer genannt, bilden sich hinter Steinen und Biegungen von Flüssen und sind mit schwereren Körnern aufgefüllt und das leichtere Material wird mit dem Strom weitertransportiert. Kornerupin hat eine gerade groß genuge Dichte von 3,3, damit es mit anderen relativ schweren Mineralien abgelagert wird. Viele dieser Mineralien sind auch Edelsteine, wie Sphen, Iolit, Saphire, Chrysoberyll, Rubin, Topas, Granat, Andalusit, Diopsid, Zirkon, Spinell und andere. Kornerupin ist ursprünglich ein regional metamorphes Mineral, bevor es durch Erosion flussabwärts transportiert wurde.

Kristallverhalten lang gestreckte Prismen und gerundete Körnchen in Edelsteinkies
Spaltbarkeit  
Spaltrichtungen  
Bruch  
Zähigkeit  
Härte 6 ... 7
Dichte 3,3
Geschmack  
Geruch  
Gefühl  
Lumineszenz  
Brechungsindex 1,66 ... 1,69
Doppelbrechung  
Dispersion  
Pleochroismus gelblich-grün bis bräunlich-rot
Interferenz  
Magnetismus  
Anlauf  
Flammenfärbung  
Lösbarkeit  
Lösverhalten  
Weitere Eigenschaften  
Verwendung als ein Edelstein und als Mineralprobe
Bearbeitung  
Vorkommen Australien, Harts Range
Grönland, Nuuk Area
Madagaskar, Betroka
Sri Lanka, Ratnapura
Gesellschaften Quarz, Orthoklas, Saphir, Chrysoberyll, Rubin, Topas, Zirkon, Spinell und andere Edelsteine
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