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Der Name Quarz stammt aus der
deutschen, mittelalterlichen Bergmannssprache, dessen ursprüngliche Bedeutung nicht mehr
zu ermitteln ist.
Quarz ist nach den Feldspäten
das häufigste Mineral in der oberen Erdkruste. Er wird in nahezu jeder geologischen
Umgebung gefunden und ist Bestandteil fast jeden Felsentyps. Er ist Hauptbestandteil der
kieselsäurereichen Magmatite und Metamorphite und der meisten Sande. Es hat auch die
meisten Varietäten, Farbe und Formen, die durch die weite Verbreitung
entstanden ist. Ein Sammler kann hunderte von Mineralproben besitzen, ohne dass er zwei
gleiche hat. Die Muster können unterschieden werden durch: Farbe, Schattierung, Pyramidenform,
prismatisch, Druse, Zwilling, Zepter, verjüngend, Phantom, Einschlüsse, beschichtet,
mikrokristallin, stalaktitisch, usw. Unzählige Kombinationen können hunderte einzigartige
Eigenschaften erzeugen.
Einige makrokristalline
Farbvarietäten sind bekannt und beliebt als Ornament- und Edelsteine:
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Amethyst ist die violette Edelsteinvarietät.
- Aventurin
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Bergkristall ist die klare Varietät und wird auch als Edelstein
verwendet.
- Blauquarz
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Citrin ist eine gelbe bis orange Edelsteinvarietät, die in der
Natur selten vorkommt, aber häufig durch Erwärmung von Amethysten erzeugt wird.
- Eisenkiesel, ist eine durch Eisenoxid, gelb,
braun oder rot gefärbter Quarz. Kommt in Klüften von Sedimentgestein vor.
- Gangquarz
- Gemeiner Quarz
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Milchquarz ist die wolkig-weiße Varietät.
- Morion
- Prasem
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Rauchquarz ist die braune bis graue Varietät.
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Rosenquarz ist die pinke bis rötlich-pinke Varietät.
Makrokristalline
Formvarietäten sind für die Schmuckindustrie nicht so interessant, aber für Sammler:
- Doppelender ist ein beidseitig mit
Abschlusspyramiden versehener Kristall, der schwebend im Muttergestein entstanden ist.
- Faserquarz
- Phantomquarz,
- Prismenquarz,
- Skelettquarz
- Sternquarz
- Zepterquarz, auf einem schmalem Stil
sitzender, bauchiger Kristall.
Mikrokristalline Varietäten
ist der Chalcedon im weiteren Sinn.
Kryptokristalline Varietäten
(Kristalle sind so klein, dass sie nicht einmal durch ein Mikroskop gesehen werden
können) werden als Ornamentsteine verwendet. Diese Varietäten werden mehr durch den
Charakter als durch die Farbe eingeteilt. Chalcedon oder Achat wird in zahllose
unterschiedliche Typen eingeteilt, die oft nur lokal bekannt sind. Die Namen der
schöneren Typen wurde weltweit vereinheitlicht: Chrysopras (rein grüner Achat), Sard
(ein gelber bis brauner Achat), Sardonyx (gebänderter Sard), Onyx (schwarz und weißer
Achat), Carnelian (gelber bis orangener Achat), Flint (ein farbenprächtiger und
mikroskopisch faserig), Jasper (ein farbenprächtiger, unreiner Achat) und Blutstein (ein
grüner, rot gesprenkelter Achat).
Pseudomorphose Varietäten
sind das Falkenauge, Holzstein, Quarz-Katzenauge, Tigerauge.
Zwillingsbildung ist möglich.
Es gibt Durchdringungszwillinge (Brasilianer oder Dauphinéer) sind oft so verwachsen,
dass die Einzelindividuen nur sehr schwer erkennbar sind. Berührungszwillinge (Japaner)
haben markante Winkel. Quarzkristalle treten normalerweise in Gruppen auf. Aggregate
können körnig dicht, stenglig oder fasrig sein.
Quarz ist nicht nur da
Mineral, das aus SiO2 besteht, es gibt nicht weniger als acht bekannte
Strukturen des SiO2. Diese Strukturen sind Polymorphe des Siliziumdioxids und
gehören zur Quarz- oder Silikat-Gruppe. Mit Ausnahme des Quarzes sind die anderen
Mitglieder dieser Gruppe und sehr selten auf der Erdoberfläche zu finden, da sie nur
unter hohen Temperaturen und hohem Druck oder beidem stabil sind.
Quarz hat eine einzigartige Struktur. Es gibt nur ein
anders Mineral, dass die gleiche Struktur wie Quarz hat und das ist kein Silikat, sondern
ein seltenes Phosphat mit dem Namen
Berlinit,
AlPO4. Die Struktur des Quarzes hat eine
korkenzieherähnliche Kette (Helix) aus Silizium-Tetraedern. Es werden vier Tetraeder oder
drei Umdrehungen benötigt, dass sich die Struktur wiederholt. Jeder Tetraeder ist um
120° gedreht. Die Ketten sind entlang der c-Achse des Kristalls angeordnet und durch zwei
andere Ketten bei jedem Tetraeder verknüpft, was Quarz zu einem wahren Tektosilikat
macht. Diese Struktur ist nicht wie die Struktur der Kettensilikate oder Inosilikate, wo
die Silizium-Tetraeder nicht direkt miteinander verknüpft sind. Die Struktur des Quarz
hilft bei der Erklärung vieler seiner physikalischen Eigenschaften.
Durch die dreifache Drehung der Helix wird die
trigonale Symmetrie des Quarzes unterstützt. Deswegen gibt es auch keine Spiegelflächen
in der Symmetrie. Auch die Spaltbarkeit, die eine Ebene mit schwachen Bindungskräften
benötigt, wird unterbunden. Dadurch ist auch der muschelförmige Bruch begründet. Es
gibt links- und rechtsdrehende Quarze. Die link- und rechtsdrehenden Quarze können nur
durch die kleineren trigonalen Pyramidenflächen bestimmt werden.
Gelegentlich sind im Quarz andere Mineralien, Gase oder
Flüssigkeiten eingeschlossen. Manchmal sind Phantomkristalle sichtbar. Mannshohe
Kristalle sind bekannt.
Pseudomorphosen nach sehr verschiedenartigen Mineralien
sind möglich.
In der Industrie ist Quarz Rohstoff für Glas und
Keramik. In Uhren wird der Quarz als Zeit bestimmendes Element verwendet.
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