Homepage
Mineralien
Lexikon
alphabetisch
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z |
Whewellit
|
|
|
Klasse (Dana) |
9 Organische Verbindungen
9/A1 Salze von
organischen Säuren |
|
Klasse (Strunz) |
|
|
Chemische Formel |
CaC2O4-H2O |
|
Varietät |
|
|
Kristallsystem |
monoklin |
|
Farbe |
farblos, weiß, gelb oder braun |
|
Strichfarbe |
weiß |
|
Glanz |
Glasglanz bis Perlenglanz |
|
Transparenz |
transparent bis durchsichtig |
|
Erkennung |
Kristallverhalten, niedrige Dichte, Umgebung und
Fundort |
|
Whewellit ist wahrscheinlich das bekannteste kristalline
organische Mineral.
Bernstein, das
auch sehr bekannt ist, wird häufig auch in der Klasse der organischen Verbindungen
platziert, hat aber keine kristalline Struktur. Einige Mineralogen sind der Auffassung,
dass Whewellit kein Mineral ist, da sie keine organischen Verbindung zulassen. Bei
Whewellit gibt es nicht nur eine organischen Verbindung, sie befindet sich sogar in der
chemischen Formel. Solange man die organische Verbindung ignorieren kann, ist Whewellit
das einzigste natürlich geformte Mineral , das kristallin ist und keinen direkten
biologischen Ursprung hat.
Whewellit ist ein Salz der Oxalsäure. Die Formel
dieser Säure ist H2C2O4. Das Kalzium des Whewellit hat
die Wasserstoffatome der Oxalsäure durch folgende Reaktion ersetzt:
H2C2O4 + Ca(OH)2
® CaC2O4-H2O + H2O
Diese Reaktion erzeugt Moleküle des Whewellit und
Wasser. Die Oxalsäure ist ein recht stabiles Molekül als organischer Stoff und das
Kalziumhydrooxid kann im Grundwasser oder in hydrothermischen Flüssigkeiten gebildet
werden. So ist alles was benötigt wird eigentlich nur eine Quelle der Oxalsäure, um das
Mineral Whewellit zu bilden. Diese Quelle kann zweifelsfrei organisch sein und von Kohle
oder organischen Trümmern in sedimentären Gestein kommen. Tatsächlich findet man
Whewellit auch in einigen Kohleflözen, es wird aber auch in hydrothermischen Flözen
gefunden, wo der Ursprung der Oxalsäure unklar ist. In den südwestlichen Wüsten von
Arizona wird es sogar unter abgestorbenen Agaven gefunden. Beim letztgenannten Vorkommen
ist Whewellit sicherlich kein Mineral, aber die anderen Vorkommen stehen zur Debatte.
|
|
Kristallverhalten |
Winzige nadelförmige Kristalle und Krusten. |
|
Spaltbarkeit |
|
|
Spaltrichtungen |
|
|
Bruch |
|
|
Zähigkeit |
|
|
Härte |
2,5 ... 3 |
|
Dichte |
2,2 |
|
Geschmack |
|
|
Geruch |
|
|
Gefühl |
|
|
Lumineszenz |
|
|
Brechungsindex |
|
|
Doppelbrechung |
|
|
Dispersion |
|
|
Pleochroismus |
|
|
Interferenz |
|
|
Magnetismus |
|
|
Anlauf |
|
|
Flammenfärbung |
|
|
Lösbarkeit |
in Wasser lösbar |
|
Lösverhalten |
|
|
Weitere Eigenschaften |
|
|
Verwendung |
Mineralprobe |
|
Bearbeitung |
|
|
Vorkommen |
Deutschland, Burgk
Deutschland, Zwickau
Frankreich, Elsaß
Russland
USA, Arizona
USA, Montana, Havre
USA, Utah, San Juan County |
|
Gesellschaften |
|
|
|